Title (deu)
Mediengestützte Vermittlung der Mehtode Familienrat für und in der Arbeit mit älteren Menschen
Author
Betül Köse
Author
Sophie Mayer
Author
Martina Oravcova
Degree supervisor
Michaela Huber
Degree supervisor
Johannes Pflegerl
Degree supervisor
Lukas Richter
Description (deu)
Fachhochschule St. Pölten, Masterarbeit 2023, Studiengang Soziale Arbeit
Description (deu)
Der demografische Wandel und der damit einhergehende steigende Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft führen zu Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialbereich. Daher werden insbesondere Betreuungsfragen im Alter in der aktuellen Debatte immer relevanter. Der überwiegende Anteil informeller pflegerischer Hilfen und Betreuung wird von weiblichen Familienmitgliedern übernommen. Daher stellt sich die Frage, wie adäquate Hilfen und Unterstützungsleistungen für Betroffene gefunden werden und wie pflegende Angehörige entlastet werden können. Die ursprünglich aus Neuseeland stammende Methode Familienrat könnte bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützend wirken. Bei einem Familienrat geht es um ein partizipatives und lösungsorientiertes Verfahren, wo relevante Akteur*innen im sozialen Umfeld einer Person zusammenkommen und selbstständig Lösungen für ihre Fragestellungen erarbeiten. Bei der Methode Familienrat werden die Teilnehmer*innen als Expert*innen ihrer Lebenswelt betrachtet und die Lösungskompetenz weg von den Professionist*innen zurück ins Familiensystem gegeben. Beim Familienrat übernimmt ein*eine externer*externe Koordinator*in die Organisation und begleitet dabei den Prozess. In Österreich hat die Methode Familienrat primär im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe Einzug gefunden, weil hier bereits ein rechtlicher Rahmen vorhanden ist, welcher die Finanzierung sichert. Im Kontext der älteren Menschen hat die Methode Familienrat wenig institutionelle Implementierung erfahren. Im Zuge der vorliegenden Masterthesis wird als Teil des Forschungsprojektes „Familienrat in Caring-Kontexten“ der Frage nachgegangen, welche Voraussetzungen potentielle Zuweiser*innen als erforderlich erachten, um die Methode Familienrat im Kontext älterer Menschen vermitteln zu können. Dabei stellt sich einerseits die Frage, was genau Betroffene sowie Professionist*innen für eine Vermittlung benötigen und andererseits, welche Herausforderungen und Potentiale Professionist*innen bei der Methode im Kontext älterer Menschen sehen. Darüber hinaus beschäftigt sich die vorliegende Masterthesis mit der Frage, welche medialen Darstellungsformen geeignet sind, um Inhalte des Familienrats zu vermitteln. Daraus resultierend ist das Ziel der vorliegenden Masterthesis, erarbeitete Unterlagen und gedrehte Kurzfilme potentiellen Zuweiser*innen als auch familienratsinteressierten Personen zur Verfügung zu stellen. Unter Zuhilfenahme dessen könnten im Idealfall mehrere Familienräte im Kontext älterer Menschen stattfinden und sich dem Gesamtziel, betroffene Personen zu unterstützen und pflegende Angehörige zu entlasten, angenähert werden.Die qualitative Auswertung der Gruppendiskussionen, E-Mails- und leitfadengestützten Interviews mit offen formulierten Fragen erfolgt anhand der inhaltsanalytischen Auswertung der strukturgeleiteten Textanalyse zur systemischen Arbeit nach Auer-Voigtländer und Schmid (2017). Die Ergebnisse zeigen, dass es für eine Zuweisung hilfreich ist, wenn die Methode Familienrat sowohl von Betroffenen als auch Professionist*innen, welche in der Pflege- und Betreuung älterer Menschen tätig sind, gekannt wird. Der Familienrat als Methode in der Pflege und Betreuung älterer Menschen wird von Professionist*innen positiv bewertet. Damit einhergehend ist die Wahl der richtigen Medien zur Vermittlung und eine effektive Disseminationsstrategie entscheidend.
Description (eng)
Demographic changes and the resulting increase in the proportion of older people in society are leading to new challenges in the health and social sectors. Therefore, issues of care in the elderly community are facing continue grow and need to be addressed. The majority of informal care and assistance is provided by female family members. Consequently, the question arises how adequate help and support services can be found for those affected. Likewise, when assistance is properly allocated this will also provide relief for ill-equipped family members who often fill this role. The family group conference, which originated in New Zealand, could be supportive in overcoming these challenges. A family group conference is a participatory and solution-oriented process where relevant actors in a person's social environment come together and independently develop solutions to their questions. In the family group conference, the participants are regarded as experts in their living environment. Consequently, the ability to find and create solutions is given back to the family system, away from the professionals. During the family group conference, an external coordinator takes over the organisation and oversees the process. In Austria, the method family group conference has primarily found its way into the area of child and youth welfare, because a legal framework is already in place here that secures financing. In the context of older people, the family group conference has experienced little institutional implementation. In the course of this Master's thesis, as part of the research project "family group conference in Caring Contexts", the question is pursued as to which prerequisites potential referrers consider necessary in order to be able to convey the family group conference in the context of older people. On the one hand, this raises the question of what exactly those affected, and professionals need for a referral and, on the other hand, what challenges and potential professionals see in this method when applied to the elderly population. In addition, this Master's thesis deals with the question of which media forms of representation are best suited for conveying the contents of the family group conference. As a result, the aim of this Master's thesis is to make the documents and short films produced available to potential referrers and people interested in family group conferences. With the help of this, several family group conferences could ideally take place specifically for older people and approach the overall goal of supporting affected persons and relieving caring relatives.
Keywords (deu)
FamilienkonferenzLernenMethodeAudiovisuelle MedienDruckmedienAlter
Type (eng)
Language
German [deu]
Persistent identifier
https://phaidra.fhstp.ac.at/o:5390
AC number
Citable links

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https://phaidra.fhstp.ac.at/o:5390

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Created
14.06.2023 10:47:28
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