Description (deu)
Wie gestaltet sich der Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt für Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren, nach dem Abschluss der Sonderschule oder einem Schulabschluss mit sonderpädagogischem Förderbedarf? Heichinger Robin, Mutenthaler Sophie, Rinner Beate In Österreich werden Jugendliche, welche trotz geförderter Lehrstellen keine Ausbildungsstätten für duale Ausbildungsmöglichkeiten finden, in sogenannten „Auffangnetzen mit Ausbildungsgarantie“ begleitet. Besondere Bedeutung wird daher der arbeitsmarktintegrativen Chancengleichheit beigemessen, da vor allem für Jugendliche nach Abschluss der Sonderschule oder einem Schulabschluss mit sonderpädagogischem Förderbedarf inklusive Weiterbildungsmöglichkeiten bereitgestellt werden müssen, damit diese am Arbeitsmarkt Fuß fassen können (vgl. Weber 2018:7). Diese sind durch diverse Behinderungen von Benachteiligung, Stigmatisierung und Ausgrenzung betroffen. Sie sehen sich dadurch mit erheblichen Hürden in Ausbildungs- und Berufssystemen konfrontiert (vgl. Fasching / Tanzer 2022a:13) In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird der Ist-Zustand vorhandener Anschlussmöglichkeiten, das Zusammenwirken der Helfer*innensysteme sowie die Bedarfslagen der Adressat*innen erhoben. Besonderer Fokus wird dabei auf Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 – 24 Jahren im Übergang von der Schule in den Beruf gelegt. Die von dem Forschungsteam definierten Zielsetzungen belaufen sich auf die Darstellung der Verbesserungsoptionen in Bezug auf inklusive Anschlussmöglichkeiten, auf die kooperative Zusammenarbeit intra- und multiprofessioneller Teams und die Erhebung der Bedarfslangen der Jugendlichen. Mit der Auswertungsmethode Grounded Theory Methodologie werden die Erkenntnisse fünf leitfadengestützter Interviews sowie die Ergebnisse der vorab durchgeführten Photo-Voice Forschung, im Rahmen des Masterlehrgangs Sozialpädagogik an der FH St. Pölten, ausgewertet. Anhand der Beantwortung der drei Subforschungsfragen wird deutlich, dass die Zielgruppe eine ganzheitliche, bedarfsorientierte Unterstützung ohne starrer Zeitlimitierung benötigt und, dass dafür erforderliche Rahmenbedingungen mit Ausweitungen der Angebotslandschaft geschaffen werden sollten.