Description (deu)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Suizidprävention im Vollbetreuten Wohnen in Wien, insbesondere mit der Entwicklung von Strukturen zur Suizidprävention in der „Assist gemeinnützige GmbH“. In diesem Zusammenhang werden die Perspektiven der betroffenen Klient*innen sowie der Mitarbeiter*innen in dieser sozialen Einrichtung beleuchtet. Anschließend werden die Ergebnisse aus beiden Perspektiven präsentiert und analysiert. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den Strukturen der Suizidprävention sowie den Interventionsmethoden in suizidalen Krisensituationen, die bei der „Assist gemeinnützigen GmbH“ angewendet werden. Die Forschungsmethodik folgte der Grounded Theory nach Strauss und Corbin (1996). Die Studie zeigt, dass Klient*innen mit verschiedenen Behinderungen sowie psychischen Erkrankungen suizidale Tendenzen haben können. Obwohl die Einrichtung zuvor keinen Bedarf an der Entwicklung von Strukturen zur Suizidprävention sah, ergab die Untersuchung die Notwendigkeit einer angemessenen Struktur und geeigneter Methoden für den Umgang mit suizidalen Krisen. Die vorgeschlagene Präventionsstrategie betont diagnostische Richtlinien, Mitarbeiter*innenfortbildungen, strukturierte Interventionen und Sensibilität für individuelle Bedürfnisse. Die Krisenintervention umfasst Schutzmaßnahmen, um die Sicherheit des Betroffenen zu gewährleisten, Entlastung, um den emotionalen Druck zu mindern, und Unterstützung, um eine positive Bewältigung der Krise zu fördern. Offensichtlich können Fort- und Weiterbildungen für Mitarbeiter*innen durch Arbeitgeber ihre Kompetenzen in der Suizidbewältigung und Krisenintervention verbessern.