Title (deu)
Identifaktion, Erreichbarkeit und Entlastung von Young Carers mithilfe des Familienrats
Author
Anna Richter
Author
Tanja Tegeltija
Degree supervisor
Johannes Pflegerl
Degree supervisor
Michaela Huber
Degree supervisor
Lukas Richter
Description (deu)
Fachhochschule St. Pölten, Masterarbeit 2023, Studiengang Soziale Arbeit
Description (deu)
In den letzten Jahren wird der Begriff „Young Carers“ medial immer mehr thematisiert und diskutiert. Allein in Österreich gibt es rund 43.000 sogenannte Young Carers. Als Young Carers werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die mit pflegebedürftigen Angehörigen zusammenleben und in deren körperliche, emotionale und/oder medizinische Versorgung eingebunden sind. Die Rolle der jungen Pflegepersonen kann sowohl emotional als auch physisch sehr belastend sein und kann ihre Ausbildung, ihre sozialen Beziehungen und ihre eigene psychische Gesundheit beeinträchtigen. Obwohl sie Verantwortungen übernehmen, die über ihren Entwicklungsstand hinausgehen, und einen großen Teil dazu beitragen, das Familienleben aufrechtzuerhalten, sind junge Pflegepersonen eine oft übersehene Gruppe. Der Grund dafür liegt einerseits darin, dass Young Carers sich ihrem Umfeld nicht anvertrauen, da sie sich häufig für ihre Situation schämen oder auch von Familienangehörigen unter Druck gesetzt werden, innerfamiliäre Probleme nicht nach außen zu tragen. Andererseits identifizieren sich Young Carers des Öfteren auch selbst nicht als Pflegende, da sie in ihre Pflegerolle schleichend hineinwachsen. Sie betrachten ihre Situation als Normalzustand und wenden sich daher nur selten an ihr näheres soziales Umfeld, geschweige denn an Beratungsstellen oder Sozialarbeiter:innen. Daher stellt es für Professionist:innen der Sozialen Arbeit eine Herausforderung dar, ebendiese Belastungssituationen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen zu identifizieren. Das Ziel der vorliegenden Masterthese besteht unter anderem darin, Einblick in die Situation pflegender Kinder und Jugendlichen zu geben. Es wird erforscht, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um Young Carers zu erkennen und sie bzw. betroffene Angehörige mit Unterstützungsmaßnahmen zu erreichen. Schließlich wird die Methode des Familienrats, die eine mögliche Unterstützungsform für diese Zielgruppe darstellt, beleuchtet. Es wird untersucht, wie für Young Carers und deren Angehörige ein Zugang zum Familienrat geschaffen werden kann, wer mögliche Vertrauenspersonen sein können und inwieweit An- und Zugehörige die Umsetzung des Familienrats beeinflussen. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurden Interviews mit ehemaligen Young Carers und Professionist:innen, die im Umfeld von Young Carers tätig sind, geführt und anhand der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Abgeleitet von den Ergebnissen und der Quellenlage werden Empfehlungen formuliert, auf deren Grundlage pflegende Kinder und Jugendliche sowie deren Familien mit der Methode Familienrat erreicht werden können.
Description (eng)
By not the term "young carers" is increasingly being discussed in the media. In Austria alone, there are 43,000 young carers. Young Carers are children and young people who live with relatives in need of care and are involved in the physical, emotional or medical support of these relatives. The activities that young carers perform are often not appropriate for the age of the children, which is why they are overwhelmed with the tasks associated with caring for relatives. For young carers, the assumption of care activities is often accompanied by stress factors such as the increased acceptance of responsibility, increased fears and worries, or even negative effects on the social environment. Although they take on these diverse activities and play a large part in maintaining family life, they are often overlooked. This is mainly because, on the one hand, young carers often do not confide in their environment, as they may be ashamed of their situation or may be pressured by family members not to disclose anything to outsiders. On the other hand, Young Carers often do not identify themselves as such, because they consider their situation to be normal. Because it is considered normal for young carers, they often do not turn to their immediate social environment, let alone to counselling centres or social workers. For this reason, it seems to be difficult for social work professionals to identify stressful situations among affected children and adolescents. In the context of this thesis it is therefore investigated which framework conditions are necessary to recognize young carers and to reach them or their relatives with support measures. In the course of this master thesis, the method of the family council is also examined in relation to young carers. Thus, it will be explored how the family council can be accepted by Young Carers and their relatives, who can be possible confidants and how the relatives can influence the implementation of the family council. To explore this, interviews were conducted with former Young Carers and professionals working in the Young Carers environment. The results from the interviews are presented in the following paper.
Keywords (deu)
HauspflegeFamilienangehörigerKindJugendFamilienkonferenz
Type (eng)
Language
German [deu]
Persistent identifier
https://phaidra.fhstp.ac.at/o:5388
AC number
Citable links

Persistent identifier
https://phaidra.fhstp.ac.at/o:5388

Content
Details
Uploader
Object type
PDFDocument
Format
application/pdf
Created
13.06.2023 12:34:53
Metadata
St. Pölten University of Applied Sciences | Campus-Platz 1 | A-3100 St. Pölten | T +43/2742/313 228-234