Title
Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen aus Ex-Jugoslawien – Handlungsmöglichkeiten durch Beachtung der Volksgruppen
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Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Soziale Arbeit, Bachlorarbeit 2022
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Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen aus Ex-Jugoslawien – Handlungsmöglichkeiten durch Beachtung der Volksgruppen Benjamin Bitto Fachhochschule St. Pölten Bachelorstudiengang Soziale Arbeit Ausgangslage In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass bei ehemaligen Geflüchteten aus Ex- Jugoslawien im höheren Alter vermehrt Retraumatisierungen im Vergleich zur restlichen Bevölkerung auftreten. Es ist nicht erforscht, ob und wie sich Interventionen in der sozialarbeiterischen Beratung an den jeweiligen Volksgruppen orientieren sollten. Leitende Forschungsfrage Inwiefern kann die Profession der Sozialen Arbeit bezüglich möglicher Interventionen in der Arbeit mit traumatisierten, älteren Migrant*innen (Fokus auf Bosnier*innen und Serb*innen) aus dem ehemaligen Jugoslawien durch die Beachtung der Zugehörigkeit zu den jeweiligen Volksgruppen profitieren? Ziele Das Sichtbarmachen und Aufzeigen von eventuell notwendigen Verbesserungen der Handlungsmöglichkeiten von Sozialarbeiter*innen bezüglich potenzieller Interventionen in der Arbeit mit traumatisierten, älteren Serb*innen und Bosnier*innen. Methoden Die vorliegende Forschungsarbeit wurde anhand der qualitativen Sozialforschung durchgeführt, die Daten mittels halbstandisierten, leitfadengestützten Interviews erhoben und mit Hilfe der Systemanalyse nach Froschauer und Lueger (2003) ausgewertet. Zentrale Ergebnisse Soziale Arbeit sollte sich bei möglichen Interventionen in der Arbeit mit der beschriebenen Zielgruppe aufgrund des deutlichen Unterschieds bezüglich dem Erleben von potenziell traumatisierenden Ereignissen an der jeweiligen Volksgruppe orientieren. Schlüsselwörter Soziale Arbeit; psychisches Trauma; Ex-Jugoslawien; Krieg; Migration; Flucht; Beratung; Volksgruppen;
Description (en)
Social work with traumatized people from former Yugoslavia – possibilities for action by paying attention to ethnic groups Benjamin Bitto University of Applied Sciences St. Pölten Bachelor Program Social Work Initial situation In recent years, it has been found that former refugees from former Yugoslavia experience increased retraumatization at an older age compared to the rest of the population. It has not been researched whether and how interventions in social work counseling should be oriented towards the respective ethnic groups. Guiding research question To what extent can the profession of social work benefit in terms of possible interventions in working with traumatized, elderly migrants from the former Yugoslavia by paying attention to their respective ethnic groups (Focus on Serbians and Bosnians)? Objectives To make visible and to point out possible necessary improvements in the possibilities of action of social workers regarding potential interventions in the work with traumatized elderly Serbians and Bosnians. Methods The present research was conducted using qualitative social research, the data was collected by means of semi-standardized, guided interviews and analyzed with the help of systems analysis according to Froschauer and Lueger (2003). Central results Social work should orient itself to the respective ethnic group in possible interventions in work with the described target group due to the clear difference regarding the experience of potentially traumatizing events. Keywords Social work; psychological trauma; former Yugoslavia; war; migration; flight; counseling; ethnic groups;