Titel (deu): Atypisch! Abgesichert?

Autor: Bühler, B. (Barbara)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2005

Beschreibung (deu): Die Zahl der atypischen Beschäftigungsverhältnisse in Österreich ist in den letzten Jahren gestiegen. Hinsichtlich des Anteils atypischer Beschäftigungsverhältnisse gemessen an allen Beschäftigungsverhältnissen kommt eine Studie aus dem Jahr 1999 zu dem Ergebnis das in etwa jedes dritte Beschäftigungsverhältnis in Österreich atypisch ist.

Die Arbeit untersucht die Bedeutung atypischer Beschäftigungsverhältnisse für die Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt auf der materiellen Sicherung als eine der Hauptaufgaben der sozialen Arbeit. Anhand von Interviews mit Experten aus unterschiedlichen Berufsgruppen und dem Studium der Literatur wurden folgende Aspekte als Chancen atypischer Beschäftigungsverhältnisse identifiziert: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Zuverdienst zu Transferleistungen, Selbstverwirklichung und Autonomie sowie Einstiegsmöglichkeit in den Arbeitsmarkt. Als Risiken Armutsgefährdung, Verstärkung des Machtungleichgewichts Arbeitgeber - Arbeitnehmer, mangelnde Arbeitsrechtliche Absicherung sowie die Fragmentierung der beruflichen Identität.
Diese Aspekte werden im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Sozialarbeit untersucht.

Als besondere Herausforderung erwiesen sich dabei die vielfältigen Beschäftigungsformen die sich unter dem Begriff atypische Beschäftigung verbergen, sowie die Heterogenität der Gruppe der atypisch Beschäftigten.

Für die Sozialarbeit ergeben sich daraus Aufgaben wie das Aufzeigen von Risiken von atypischer Beschäftigung, das Erschließen von (sozialarbeiterischen) Ressourcen für diese Gruppe. Atypische Beschäftigung birgt aber auch Chance für das Klientel der Sozialarbeit beispielsweise als Zuverdienst zu einer Transferleistung.

Beschreibung (eng): Opportunities and risks of atypical employment for social security

Atypical employment has been affecting more and more Austrian employees in the last years. A study published in 1999 comparing the total number of employment contracts with the number of atypical forms of employment comes to the conclusion that one out of three employees have got an atypical job contract.

This thesis analyses the impact of atypical employment on social work, focussing on social security as one of the main tasks of social work.
Based on interviews with experts from different fields of work and a study of the existing literature on the subject, the following aspects were identified as opportunities for atypically employed people: work/life balance with respect to time for family versus work, additional income, self- actualization and autonomy, and a chance for those just entering the labour market to gain experience and make a living.
The risks are: the poverty trap, an increasing imbalance of power between employer and employee, a lack of social security (no protection through labour law), and the fragmentation of the professional identity.

These aspects are analysed concerning their impact on social work and possible actions in social work are discussed.

Some of the challenges of this thesis are the manifold forms of employment all belonging to the group of atypical employment, and the heterogenous character of atypical employees.

With repect to social work there is a need to point out risks of atypical employment as well as providing resources in social work for this group.
Nevertheless atypical employment is also a positive resource for the clients of social work, because it can supplement their income.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2005

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Soziale Sicherheit; Beschäftigung; Atypischer Vertrag; Arbeitsrecht; Faktisches Arbeitsverhältnis; Arbeitsflexibilisierung

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