Titel (deu): Darstellung berauschter Jugendlicher in den Printmedien

Autor: Terler, U. (Ursula)

Beschreibung (deu): St. Pölten, Fachhochschulstudiengang Suchtberatung und Prävention, Master Thesis, 2010

Beschreibung (deu): „Alko –Kids: Und die Erwachsenen schauen weg“ (Kronen Zeitung vom 14.05.2010) „Alkoholleichen, die immer jünger werden – nein danke“ (Kronen Zeitung vom 16.08.2008) „Jugendlicher starb nach 45 Tequilas“ (Kronen Zeitung vom 05.07.2009) „Wiens Jugend ist beim Trinken Europameister“ (Der Standard vom 27.08.2008) „Suchtexperte: Alkohol ist Einstiegsdroge“ (Der Standard vom 14.09.2009)

Mit diesen Schlagzeilen versuchen Printmedien auf das Thema Jugendliche und Alkoholkonsum aufmerksam zu machen. Aber wer sind diese Jugendlichen, die sich angeblich so unüberlegt und exzessiv berauschen? Welches Bild der Jugendlichen vermitteln die beiden Printmedien „Kronen Zeitung“ und „Der Standard“ ihren LeserInnen? Und gibt es Unterschiede in der Darstellung berauschter Jugendlicher zwischen den beiden Printmedien?

Die beiden Printmedien vermitteln kein einheitliches Bild „des berauschten Jugendlichen“ schlecht hin. Die Entwicklung in Richtung exzessiverem, öffentlichen Konsum Jugendlicher von Alkohol, verbunden mit einem früheren Lebensalter bei Erstkonsum wird sowohl von der Fachliteratur untermauert, als auch von den beiden Printmedien widergespiegelt. Die Erklärungsansätze der Fachexperten, wie beispielsweise die lebensbiographische Verlängerung und Verschiebung der Jugendphase, finden hingegen wenig Beachtung.
Allerdings ist vor allem in den Berichterstattungen jüngeren Datums eine Tendenz zu mehr Objektivität zu bemerken oder zumindest der Versuch zu erkennen, auch andere Sichtweisen darzustellen.

Alkoholkonsum ist aus der österreichischen Gesellschaft nicht wegzudenken und es wäre sinnvoll, Jugendlichen einen kultivierten, genussvollen Umgang mit Alkohol anzulernen. Dazu wäre die Vermittlung und Vorbildwirkung von Risikokompetenz und Alkoholmündigkeit notwendig und würde die Erwachsenengeneration verstärkt in die Pflicht nehmen.
Die Medien könnten dazu einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie mehr aufklären und die Problematik aus einer sachlicheren, differenzierteren Sichtweise darstellen. Ob dies jedoch für spektakuläre Schlagzeilen und höhere Verkaufszahlen sorgen würde, sei dahingestellt.

Beschreibung (eng): Representation of intoxicated youngsters in the print media „Kronen Zeitung“ and „Der Standard“
July 2008 – July 2010
„Alco kids: And the adults look away“ (Kronen Zeitung vom 14.05.2010) „Alcoholcorps who become younger and younger – no, thank you“ (Kronen Zeitung vom 16.08.2008) „Youngster died after 45 tequila“ (Kronen Zeitung vom 05.07.2009) „Youth of Vienna ist the European champion in drinking“ (Der Standard vom 27.08.2008) „Addiction expert: Alcohol is an entrance drug“ (Der Standard vom 14.09.2009)

With these headlines print media tries to draw the attention to the subject youngsters and consumption of alcohol. But who are these youngsters who become intoxicated supposedly so unthinkingly and excessively? Which picture of the youngsters does both print media „Kronen Zeitung" and „Der Standard“ provide for their readers? And are there differences in the representation of intoxicated youngsters between both print media?
Both print media provide no uniform picture of „the intoxicated youngster“. The development in the direction of more excessive public consumption of alcohol of youngsters, linked with a former age with first consumption, is underpinned by literature, as well as it is reflected by both print media. Little attention find the explanation attempts of the professional experts, as for example the lengthening and change of the youth age, however.

Indeed, a trend towards more objectivity is to be noted, in the reportings of younger date or at least the attempt to recognise, to show also other perceptions. Consumption of alcohol is not to be imagined as not existing in the Austrian society and it would make sense to train youngsters a cultured contact full of pleasure with alcohol. In addition the mediation and model effect from risk competence and a responsible usage of alcohol would be necessary and would take the adult's generation increasingly in their duty.

The media could perform in addition a determining contribution, while they clear up more and show the problems from a more objective, more differentiated perception. Whether this provided, nevertheless, for spectacular headlines and higher sales figures, is the question.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2010

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Suchtberatung; Druckmedien; Jugend; Alkoholmissbrauch; Berichterstattung

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