Titel (deu): Zur Betreuung von substituierten Strafgefangenen - Case Management als Instrument der Betreuungsoptimierung?

Autor: Pauser, S. (Simone)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2006

Beschreibung (deu): In dieser Untersuchung wurde die Betreuungssituation von substituierten
Strafgefangenen in der Justizanstalt Stein beleuchtet. Es sollte festgestellt
werden, ob Bedarf an einer Modifikation der gegenwärtigen Betreuungspraxis
besteht und ob die Methode des Case Managements zur deren Optimierung einen Beitrag leisten könnte. Dazu wurde, nach einer Darstellung relevanter Hintergrundinformationen zum Thema Strafvollzug, Substitutionstherapie und
Case Management, im empirischen Teil der Untersuchung eine
Bestandsanalyse der Betreuungssituation durchgeführt. Diese Analyse basiert
auf Interviews mit Experten/Expertinnen, die vollzugs- bzw. betreuungstechnisch in die Arbeit mit der Zielgruppe eingebunden sind bzw.
zum Untersuchungszeitpunkt eingebunden waren. Die Untersuchung ergab eine teilweise Bestätigung der Forschungsfrage. Es konnte festgestellt werden, dass Bedarf an einer Modifikation der Betreuung von substituierten Strafgefangenen besteht, Case Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht entsprechend seiner Möglichkeiten eingesetzt werden kann. Einer Implementierung scheinen organisationsspezifische Barrieren im intramuralen Bereich des Strafvollzuges entgegen zu stehen. Neben den fehlenden
strukturellen Voraussetzungen sind es vor allem die für die bürokratische
Institution Gefängnis konstitutionellen Merkmale, die der ursprünglichen
Intention von Case Management abträglich erscheinen. Dennoch können aufgrund der Untersuchungsergebnisse Empfehlungen für eine Modifikation der
Betreuung der Zielgruppe gegeben werden. Modifikationsbedarf besteht vor allem hinsichtlich der strukturellen Rahmenbedingungen, welche auf die
spezifischen Bedürfnisse suchtmittelabhängiger Personen in
Substitutionsprogrammen abgestimmt werden müssen. Maßgebliche Bedeutung sollte einer Verbesserung der Kommunikations- bzw.
Kooperationsstrukturen zwischen Vollzugs- und Betreuungsbereich gewidmet werden.

Beschreibung (eng): This survey focused on the situation of drug-addicted criminals in substitution programmes in the prison of Stein; it shed light on how these prisoners are treated psychologically, medically and by social workers. The aim was to
establish whether or not the current system should be modified and if so,
whether or not the method of case management could contribute to this
improvement. The relevant background information related to imprisonment, substitution therapy and case management was provided and the current situation as far as treatments were concerned was analysed. This analysis was based on interviews with experts, working with the target group at the time of the survey.
The result of the survey was that there is indeed a need to modify the current system. However, the method of case management doesn’t seem to be suitable at the moment; this is due to organisational barriers, the lack of adequate structural requirements and especially the bureaucratic characteristics of prison
administration. Nevertheless, the results of this survey led to recommendations for changes in the treatment of drug-addicted criminals in substitution
programmes. As well as structural improvements seem to be really important, it seems necessary to improve the cooperation of all the people and areas involved, especially as far as the administrative level is concerned.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2006

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Strafvollzugsanstalt ; Drogenabhängiger; Betreuung; Justizvollzugsanstalt; Substitutionstherapie; Case Management; Sozialarbeit

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