Titel (deu): "Umgang von SozialpädagogInnen mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen am Beispiel eines Jugendheimes in Österreich"

Autor: Salzmann, J. (Johanna)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2009

Beschreibung (deu): Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Umgang von
SozialpädagogInnen mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen am
Beispiel eines Jugendheimes in Österreich“ Die Arbeit zielt darauf ab, den Umgang von Sozialpädagoginnen1 mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen, um Schwierigkeiten aber
auch Ressourcen mit der Thematik darzulegen.
Dazu wurden Pädagoginnen des Heimes mit qualitativen Interviews befragt, Ergebnisse der Analyse zeigen:
Die Leitung des Heimes wird von Faktoren wie rechtliche Bestimmungen, der
geschichtlichen Entwicklung und der Art der Medienberichterstattung über Heime, sowie von subjektiven Moralvorstellungen beeinflusst. Diese Umstände wirken sich
negativ, in Form von Angst und Unsicherheit, auf die leitungsbezogenen Umgangsformen mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen aus.
Anordnungen, Drohungen und Verantwortungsabgabe an die pädagogischen Mitarbeiterinnen sind meist zentrale Maßnahmen seitens der Leitung. Das Handeln der Sozialpädagoginnen wird in diesem Zusammenhang dadurch stark beeinflusst.
Da die Pädagoginnen kaum Unterstützung von der Leitung erhalten, und zusätzlich
wieder mit neuen Einflussfaktoren konfrontiert werden, handeln Pädagoginnen ähnlich
angstbesetzt im Umgang mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen.
Wegsehen, Kontrolle und Sanktionen sind zentrale Umgangsformen der
Sozialpädagoginnen. Dennoch kann sich diese angstbesetzte Umgangsweise mit sexuellen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen verändern. Dazu ist Offenheit sind und die Bereitschaft, persönliche Einstellungen zu diesem Thema zu reflektieren, nötig.
Wenn dies gelingt, erhalten Minderjährige die Chance, eine vertrauensvolle Beziehung
zu ihren Betreuerinnen aufzubauen, wodurch ohne Scheu an dieses Thema herangegangen werden kann.

Beschreibung (eng): How do social educators deal with the sexual needs of children and adolescents, exemplified through a residential home for adolescents in Austria
This thesis deals with the question how social educators deal with the sexual needs of children and adolescents illustrated by the example of a residential home for adolescents in Austria.
The objective of this thesis paper is to point out how educators handle sexual needs of minors and thus the resources and difficulties underlying this topic. Qualitative interviews with the social educators led to the following results:
The conduct of the administration of the residential home is mainly affected by four factors: the legal situation, the historical development, media coverage of the situation
in childcare homes and subjective moral values. These circumstances have a negative impact on the administration’s dealing with the sexual needs of children and adolescents which is affected by fear and insecurity.
Since social educators hardly receive any support by the administration they act in a similar fearful way when dealing with the sexual needs of children and adolescents.
The social educators’ key measures are turning a blind eye, monitoring and imposing sanctions. Yet this angst-ridden dealing with the sexual needs of children and adolescents can change – it requires openness and the readiness to reflect upon personal attitudes regarding this topic. If this succeeds, minors will be given the chance to develop trustful relationships to their carers and to approach this sensitive topic without
timidness.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2009

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Österreich; Kind; Sexualerziehung; Jugendzentrum; Jugend

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