Titel (deu): "Ich kann nicht mehr!"

Autor: Meier, C. (Carina)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2006

Beschreibung (deu): Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil beinhaltet die theoretische Hinführung zum Thema „Sozialarbeiterische Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige vom Verein der „HPE“ bei der Bewältigung ihres Alltags mit BorderlinerInnen“. Der zweite Teil umfasst die Forschung, für die fokussierte Interviews mit den Angehörigen vom Verein der „HPE“ durchgeführt und in Anlehnung an die „Inhaltsanalyse nach Mayring“ ausgewertet wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Beziehungen zwischen den befragten Angehörigen und den BorderlinerInnen problembehaftet gestalten. Des Weiteren konnte durch die Untersuchung herausgefunden werden, dass spezifische Verhaltensweisen der BorderlinerInnen häufig zu Schwierigkeiten im Alltag sowie im Zusammenleben mit Angehörigen führen. Basierend auf diesen Untersuchungsergebnissen, welche als Grundlage zur Beantwortung der Forschungsfrage dienen, ergeben sich für die Sozialarbeit unterschiedliche Implikationen. Die Angehörigen vom Verein der „HPE“ empfinden sowohl die Angehörigengruppe als auch Beratungsgespräche, die durch den genannten Verein „HPE“ angeboten werden als Unterstützung und hilfreich. Vor allem der Abbau von bestehenden Schuldgefühlen sowie die Aufklärung über die Borderline-Persönlichkeitsstörung werden als entlastend empfunden. Durch die Vermittlung von theoretischem Wissen über die Verhaltensweisen der BorderlinerInnen können diese von den befragten Angehörigen besser nachvollzogen werden, was als positiv erlebt wird. Obwohl durch den Verein der „HPE“ gewisse Bedürfnisse der Angehörigen bereits gedeckt werden, gibt es im sozialarbeiterischen Kontext jedoch durchaus noch Handlungsbedarf: Einerseits fehlt es an spezifischen Angehörigengruppen wie einer Gruppe für PartnerInnen von BorderlinerInnen andererseits an sozialarbeiterischen Interventionen im sozialpolitischen Sinne. Denn nicht nur die direkte Arbeit mit den Angehörigen von BorderlinerInnen kann für diese eine Unterstützung im Alltag darstellen, sondern auch konstruktive Veränderungen in Gesellschaft sowie im Sozialstaat hätten positive Auswirkungen auf Angehörige von BorderlinerInnen. Bei der Begleitung der Angehörigen, die von verschiedenen Einrichtungen gleichzeitig betreut werden, sollte zusätzlich auf die Methode des Case Managements bedacht genommen werden. Außerdem zeigt die Forschung, dass zu wenig Professionisten/Professionistinnen Fachwissen über die Borderline-Persönlichkeitsstörung besitzen. Demnach bestünde eine weitere sozialarbeiterische Intervention auch darin, dieses Wissensdefizit durch vermehrte Vorträge in sozialen Einrichtungen beziehungsweise in Ausbildungsstätten für beispielsweise Pädagogen/Pädagoginnen auszugleichen.

Beschreibung (eng): Social work possibilities for supporting the relatives of the association “HPE” in coping with the daily life with borderliners

The diploma thesis is divided into two parts. The first part includes the theoretical basis for the topic “Social work possibilities for supporting the relatives of the association “HPE” in coping in the daily life with borderliners”. The focus of the second part is on the research based on interviews conducted with the relatives of the association “HPE”. The interviews were analysed with the help of “Topic analysis according to Mayring”.
The results show that there are many problems in relationships between the interviewed relatives and borderliners. Furthermore it was be found out that special behaviour patterns of borderliners can frequently cause difficulties these research results, which can be seen as a fundamental for answering the research question, different implications for social work arise. Not only the support group for relatives, but also the counselling offered seen as helpful by the relatives of the association of HPE. Mainly the reduction of guilt feelings and the information and knowledge gained about the borderline personality disorder are experienced as exonerating by the people concerned. If relatives know about the behavioural patterns of borderliners, they can be accepted more easily. Although special needs of the relatives are already met by the association “HPE”, there is a real need for action in social intervention: On the one hand there are no specific relative support groups such as a group for partners of borderliners, on the other hand there are no social interventions concerning social policy. Not only face to face work with the interviewed persons can support them in daily life, but also constructive changes in society and social policies would have positive consequences for relatives of borderliners. If relatives are counselled by many different institutions, the focus should also be on the method of case management. Furthermore results show that there are too few professionals with specialist knowledge about the borderline personality disorder. For this reason another social intervention would be to give lectures on the borderline personality disorder in social institutions or again on universities for educators.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2006

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Angehöriger; Borderline-Persönlichkeitsstörung

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