Titel (deu): Kaiserschnitt - ein Einschnitt in das Leben einer Frau

Autor: Bednar, A. (Angelika)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2009

Beschreibung (deu): Die Diplomarbeit thematisiert die Geburtsmethode Kaiserschnitt, die in den letzten Jahren
an Bedeutung zugenommen hat. Erhoben wird, welche unterstützenden Angebote bereits in
der Abteilung für Geburtshilfe sowohl im medizinischen als auch im psychosozialen
Bereich zur Vorbereitung und Bearbeitung dieser Extremsituation bereitgestellt werden.
Weiters wird untersucht, inwieweit diese Angebote die Bedürfnisse der betroffenen Frauen
erfüllen, beziehungsweise welche Wünsche bisher noch nicht abgedeckt werden. Ein
weiteres Ziel liegt in der Auseinandersetzung mit der Berufsgruppe der Sozialarbeit und
einem Ausblick hinsichtlich einer intensiveren Betreuung der Frauen mit einem
Kaiserschnitt.
Wissenschaftliche Studien, eine intensive Literatur- und Internetrecherche und die
Einbeziehung von Ratgeberliteratur dienten im ersten Teil der Arbeit einer Annäherung
zum Thema Kaiserschnitt. Im theoretischen Teil wurden zum besseren Verständnis die
geschichtliche Entwicklung der Methode Kaiserschnitt, medizinische Grundlagen und
Indikationen beschrieben. Auf die Darstellung von Vorteilen und Risiken dieser
Geburtsmethode für die Frauen und ihre ungeborenen Kinder wurde größter Wert gelegt.
Um die Forschungsfragen empirisch zu bearbeiten, wurden die Methoden der Expertinnenund
Experteninterviews für das interdisziplinäre Team einer Abteilung für Geburtshilfe und
Narrative Interviews für die betroffenen Frauen, die mittels Kaiserschnitt entbunden haben,
gewählt. Nach der Auswertung werden die inhaltlichen Schwerpunkte beider
Interviewgruppen gegenüber gestellt, analysiert und interpretiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine äußerst breite
Angebotspalette für interessierte schwangere Frauen zur Vorbereitung anbieten und sich
auf Wunsch außerhalb des Aufklärungsgesprächs Zeit für Einzelgespräche nehmen. Es ist
auffallend, dass der medizinische Teil im Mittelpunkt steht, allerdings die emotionale
Vorbereitung und Nachbetreuung unzureichende Aufmerksamkeit findet. Ein weiterer
interessanter Aspekt ist, dass schwangere Frauen häufig zuviel an Information hinsichtlich
Geburtskomplikationen ablehnen mit der Begründung eine übertriebene Sorge um die
Gesundheit aller Beteiligten zu entwickeln. Diese Tatsache wird den Frauen erst nach der
Durchführung ihres Kaiserschnitts bewusst. Eine weitaus größere Gelassenheit wird von
Frauen mit einem geplanten Kaiserschnitt erlebt.
Die Untersuchung ergab weiters, dass die Tätigkeitsbereiche der Sozialarbeit und der
Psychologie auszuweiten sind. Es werden Überlegungen angestellt, mit welchen
Maßnahmen die Sozialarbeit verstärkt auf sich aufmerksam machen und in welchen
Bereichen ihr Fachwissen involviert werden könnte.
Die Zusammenarbeit von medizinischem Fachpersonal und psychosozialen Berufsgruppen
muss noch weiter intensiviert werden, um eine ganzheitliche Betreuung der Frauen
sicherzustellen.

Beschreibung (eng): Cesarean section – An extremely difficult time in a woman´ s life
An empirical survey concerning the support from the health professions and the needs of
the women.
This thesis examines the cesarean section which has become more popular over the last
years. The key focus of the analysis is what kind of supporting services do presently exist at
the maternity ward for women who need help to handle their experiences. Additionally it
researches if the needs of the women with a cesarean section get fulfilled with the services
of the ward and what wishes are open. At least there is a critical examination of the role of
the social workers.
The first part of this work is based on a research on scientific studies, scientific literature,
guides for birth and on internet to approach the topic cesarean section from different points
of view. It should help to come into contact with the historical development, basic medical
facts and health disorders. The main focus is on the advantages and risks of the women and
the unborn children.
The empirical qualitative research is based on interviews. Employees of a maternity ward
were interviewed as experts, women who experienced cesarean sections were asked to give
narrative interviews. The results of the interviews with both groups are presented, analysed,
and compared.
The outcome shows that the hospital staff provides a lot of services for pregnant women.
On the one hand they offer courses and on the other hand they take time for individual talks
with the women. The medical care is the most important issue. The mental stress before,
during and after the operation are neglected. It is very interesting that the women do not
want to know all about complications that may occur when giving birth. Nevertheless after
the surgery they regret their opinion. Women who have planned their cesarean section are
much more confident than women who have an unexpected surgery.
The study shows that the field of work of the social workers and the psychologists have to
be enlarged. The most important thing is to make the already existing services more known
to the target group of pregnant women. It is recommendable to intensify the cooperation
between the medical staff and the social workers in order to offer a higher quality of
service.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2009

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Kaiserschnitt; Befindlichkeit; Frau

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