Titel (deu): Brauchen Sozialökonomische Betriebe eine "Frischzellenkur"?

Autor: Kainz, M. (Martina)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2007

Beschreibung (deu): Diese Diplomarbeit untersucht Ziele, Zielgruppe und Kosten von Sozialökonomischen Betrieben im Vergleich zu den Vorgaben des Arbeitsmarktservice Wien, um mögliche Divergenzen zwischen Zielarchitektur des Arbeitsmarktservice und der Angebotstruktur aufzuzeigen. Die Ausgangssituation ist, dass im Arbeitsmarktservice vielfach geäußert wird, dass Sozialökonomische Betriebe häufig ihre Transitarbeitskräfte nicht zielgruppengerecht auswählen. Hierzu wird die Beschäftigtenzielgruppe im Sozialökonomischen Betrieb untersucht und ihre Vermittlungseinschränkungen werden erhoben. Da die Sozialökonomischen Betriebe ein teures Instrument zur Integration langzeitbeschäftigungsloser Personen ist, wird erwartet dass die Arbeitssuchenden die keine Chancen am ersten Arbeitsmarkt haben in dem Sozialökonomischen Betrieb aufgenommen werden. Sozialökonomische Betriebe klagen ihrerseits über zu rigorose Zielvorgaben des Arbeitsmarktservice, die mit der vorgesehenen Zielgruppe nicht erreichbar seien. Derlei Divergenzen bewirkten, dass das Arbeitsmarktservice aufgrund angeblich zu hoher Kosten und zu intensiver Betreuung eine Verkürzung, von einem Jahr auf ein halbes Jahr der Verweildauer im Sozialökonomischen Betrieb veranlasste, was wiederum bei den Sozialökonomischen Betrieben massive Kritik auslöste. Für diese Arbeit wurden Leitfadeninterviews mit Personen auf Leitungsebene geführt. Die Auswertung erfolgte gemäß der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Ergebnis der Untersuchung ist die Darstellung der unterschiedliunterschiedlichen Vorstellungen/Sichtweisen des Arbeitsmarktservice und der Sozialökonomischen Betriebe. Die Arbeit identifiziert Probleme in der Kommunikationsstruktur zwischen dem Arbeitsmarktservice und den Sozialökonomischen Betrieben, unterschiedliche Interpretationen und Auffassungsunterschiede werden auf beiden Seiten wahrgenommen. Einwendungen des Arbeitsmarktservice an die Sozialökonomischen Betriebe, dass kaum Langzeitbeschäftigungslose mit multiplen Einschränkungen aufgenommen würden, haben sich bestätigt. Verbesserungsvorschläge für beide Seiten wurden am Ende der Arbeit vorgebracht.

Beschreibung (eng): Are socio-economic businesses in need of a makeover? Potential divergences between the target concept of the Austrian Public Employment Service and the offer structure of social economic businesses (sozialökonomische Betriebe), illustrated by example of three such businesses in Vienna.

This thesis examines the target group and the targets and costs of socio-economic businesses (sozialökonomische Betriebe, hereinafter “SEBs”.) and compares them with the guidelines issued by the Austrian Public Employment Service (Arbeitsmarktservice, hereinafter “AMS”) in order to pinpoint potential divergences between AMS’s target concept and the offer structure of SEBs.
An issue frequently raised by AMS is that in many cases SEBs are not selecting their “transit workers” (Transitarbeitskräfte; long-term unemployed individuals temporarily hired on subsidized contracts) in accordance with the target group guidelines. In the light of this the target group is examined and employability limitations identified in this thesis. SEBs are very expensive instruments to reintegrate the long-term unemployed, hence the businesses are expected to employ only individuals that are unmarketable in the “first” labor market. The SEBs, however, claim that AMS’s target concept is too rigorous and impossible to achieve with the anticipated group of workers. As a consequence of these problems, AMS reduced the “transit term” from twelve to six months arguing that this measure became necessary because of the high cost and the unduly extensive protection that many SEBs offer their workers. The SEBs in turn heavily critized the shorter time frame.
For this paper, I conducted guided interviews with managers for AMS as well as several SEBs. Thereafter, I analyzed these interviews using Mayring’s qualitative content analysis method. The result illustrates the diverging views of the subject. The thesis furthermore identifies difficulties in the communication between AMS and the SEBs, but also shows that both sides are aware of differing interpretations and conflicting points of view. Furthermore, it confirms AMS’s contention, that SEBs are in fact rarely hiring long-term unemployed individuals with multiple employability limitations. The last part of the paper provides suggestions for improvement addressed to both AMS and SEBs.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2007

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Wien; Langzeitarbeitslosigkeit; Berufliche Integration; Arbeitsmarktservice Wien; Lokale Beschäftigungsinitiative

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