Titel (deu): Sachwalterschaft aus der Sicht psychisch kranker Menschen

Autor: Billensteiner, E. (Elke)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2007

Beschreibung (deu): Seit 1984 sind die Sachwalterschaftsverfahren kontinuierlich gestiegen. Dies bedeutet, dass immer mehr Menschen Rechtsschutz benötigen. Durch diese Zunahme ist die Sachwalterschaft unter Druck geraten und die Befürchtungen, dass die Qualität in der Betreuung abnimmt, sind berechtigt.
Gründe für die Zunahme der Sachwalterschaften sind u.a. die Zunahme der Zielgruppen und fehlende soziale Ressourcen.
Da es sich bei den KlientInnen in der Sachwalterschaft um unfreiwillige KlientInnen handelt, ist es häufig schwierig für den/die SachwalterIn, eine zufriedenstellende Zusammenarbeit zu erreichen.
Einerseits brauchen psychisch kranke Menschen häufig einen Sachwalter, da sie auf Grund der Krankheit nicht fähig sind, ihren Lebensalltag selbstständig zu gestalten. Andererseits bedeutet eine Sachwalterschaft für die betroffenen Personen Einschränkung, Abhängigkeit, aber auch Kontrolle und Stigmatisierung.
Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, was es braucht, damit betroffene Personen die Sachwalterschaft als nützlich erleben, bzw. was fehlt oder schief läuft, wenn die Sachwalterschaft (nur) als Einschränkung erlebt wird.
Mit Hilfe von narrativen Interviews mit betroffenen Personen wurden die aktuelle Situation, die Bedürfnisse, die Anforderungen an eine/n SachwalterIn, aber auch die Kritik an den/die SachwalterIn erhoben und in der Folge ausgewertet und interpretiert.
Ein wesentliches Ergebnis der Forschung ist, dass die Sachwalterschaft Beziehungsarbeit sein muss, damit sie funktioniert und als positiv erlebt wird.
Die Häufigkeit der Kontakte und das Engagement des/der SachwalterIn sind ausschlaggebend für eine gute Zusammenarbeit mit den betroffenen Personen.

Beschreibung (eng): The adult guardianship from the point of view of mentally ill people



Since 1984 adult guardianship procedures have continuously been raised, this means that more and more people need legal protection. This increase has put pressure on adult guardianship, and fears that the quality of care is decreasing are justified. Reasons for the increase in adult guardianships are among other things growing target groups and lacking social resources.
As the clients of adult guardianship are usually clients against their will, it is frequently difficult for the trustee to achieve satisfying co-operation. On the one hand mentally ill people frequently need a trustee, because, they are not capable of organizing their everyday lives independently as a result of their disease. On the other hand a trustee means restriction, addiction, control, and stigmatization for the clients involved.
The aim of the paper is to find out what it needs to make the clients experience guardianship as something useful and to point out what is missing or going wrong when clients experience their trustee as a reduction (only).
Narrative interviews with clients ascertain the clients’ needs, their requirements, their present situation with their trustees, but also the criticism of the trustee. The interviews were evaluated and interpreted.
One essential result of the research is that adult guardianship must aim at establishing an emotional relationship between client and trustee. Only then it can work and be experienced in a positive way. The frequency of the contacts and the commitment are decisive for a good co-operation between the involved people.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2007

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