Titel (deu): Eine Institution im Wandel

Autor: Eisl, K. (Karin)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2008

Beschreibung (deu): Anhand von Literaturstudium und empirischer qualitativer Forschung werden die Motive von aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen Salzburger Frauenhäuser untersucht.
Vor dem Hintergrund der Umwandlung des Salzburger Frauenhauses von einem basisdemokratischen Verein zu einer gemeinnützigen GmbH wird der Frage
nachgegangen, inwieweit zwischen Mitarbeiterinnen der Gründerinnengeneration und später im Frauenhausteam eingestellten Frauen Unterschiede in Bezug auf die Motive bestehen.
Neben Literaturrecherchen wird eine systematische Analyse von narrativen Interviews mit aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen von Salzburger Frauenhäusern durchgeführt, wobei vor allem auch auf biographische Aspekte der Frauen eingegangen wird. Für die Analyse wird eine Gliederung in die Kategorien Herkunftsfamilie, Ausbildung und Berufsleben vorgenommen, zusätzlich werden die Querschnittkategorien des politisch-feministischen Hintergrunds, der persönlichen Gewalterfahrung und der Unterschiede zwischen Gründerinnen und Nicht-Gründerinnen eingeführt.
Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass in den Biographien ausgeprägte Unterschiede zwischen Gründerinnen und Nicht-Gründerinnen zu finden sind, unter anderem in Bezug auf ihre Reaktion auf die (traditionelle) Rollenverteilung in der Herkunftsfamilie, gegen die bei Gründerinnen verstärkt Auflehnung zu finden ist. Als Folge
dieser Auflehnung ist ein deutlich stärkeres politisches Bewusstsein dieser Frauen zu erkennen, das bei späteren Generationen parallel mit dem Wunsch nach selbstbestimmter
Arbeit abnimmt.
Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und Empfehlungen bezüglich der
Frauenhausarbeit. Insbesondere wird auf die Bedeutung einer Mitarbeiterinnenfreundlichen
Arbeitszeitregelung hingewiesen, aber auch auf die Wichtigkeit einer fundierten theoretischen Befassung der Mitarbeiterinnen mit den politischen Grundlagen der Frauenhausarbeit.

Beschreibung (eng): A Changing Institution – Motivations of Workers at the Women’s Shelters in
Salzburg

A literature study and empirical qualitative research assess motivations of active and former workers at women’s shelters in the province of Salzburg. As the organisational structure of the women’s shelter in the City of Salzburg recently changed from an association based on democracy from bottom-up to a hierarchical non-commercial organisation, it was investigated whether there are differences between the motivations of women of the founders’ generation and of women employed later on.
Results of a systematic analysis of narrative interviews are presented, addressing biographical aspects of active and former workers at women’s shelters in the province of Salzburg. The analysis is structured along the categories of the family of origin, the educational environment and professional experiences. Additionally, crosssectional
categories of the political-feminist background, personally experienced violence and the difference between women of the founders’ generation and those employed later on are applied.
The results show distinct differences between the biographies of founders and nonfounders.
This is found with relation to their reaction on the (traditional) role patterns in their families of origin, where founders show a stronger tendency to revolt. A consequence of this insurgency is a more pronounced political consciousness of these women.
The study closes with a summary and recommendations concerning the work in women’s shelters. Special aspects covered here are the importance of a workerfriendly organisation of the labour time as well as of a well-founded theoretical consideration of the political foundations of women’s shelters by the women working in
this institution.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2008

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Salzburg; Frauenhaus; Arbeitsmotivation; Arbeitsplatz; Sozialarbeiterin

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