Titel (deu): Zwangsheirat in St. Pölten - präventive Maßnahmen mit Fokus auf den Bereich Schule

Autor: Schobel, H. (Heidemarie)

Beschreibung (deu): FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2008

Beschreibung (deu): Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen „Zwangsheirat“, wie es in St. Pölten verortet ist und mit sinnvollen bzw. möglichen präventiven Maßnahmen sowie deren speziellem Fokus auf die Schule. Die Untersuchung versucht folgende Fragen zu beantworten: Wie sieht der Bedarf an präventiven Maßnahmen zum Thema Zwangsheirat in der Stadt St. Pölten aus? Welche Maßnahmen sind in der Schule sinnvoll und wie können diese aussehen? Welche Handlungsempfehlungen an die (Schul)Sozialarbeit in St. Pölten lassen sich idealtypisch formulieren?
Für die Bearbeitung dieser Fragestellungen wurden mehrere Methoden angewendet: Mittels Analyse der Bevölkerungsdaten wurde die Bevölkerung mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft oder Migrationshintergrund von St. Pölten
beleuchtet. Weiters wurde eine Befragung einer Auswahl an sozialen Einrichtungen wie Gewaltschutzzentrum, Frauenhaus, MigrantInnenberatung, Schulsozialarbeit und Jugendzentren durchgeführt, um Daten wie die Häufigkeit von Fällen von Zwangsheirat zu sammeln, den Umgang mit dem Phänomen und mögliche präventive Maßnahmen zu erfahren. Anhand einer Literaturrecherche erfolgte die Diskussion möglicher Maßnahmen zur Prävention zum Thema Zwangsheirat.
Als wichtiges Ergebnis der Untersuchung kann festgestellt werden, dass das Phänomen Zwangsheirat in St. Pölten vorkommt. Die befragten Einrichtungen
berichten von Einzelfällen, jedoch kann aufgrund der Sekundäranalyse der Bevölkerungsdaten von St. Pölten davon ausgegangen werden, dass es eine höhere Dunkelziffer gibt. Bedarf für präventive Handlungen wurde in den geführten Interviews festgestellt. Die Ausführungen zum Thema Prävention von Zwangsheirat enden mit Handlungsempfehlungen an die Sozialarbeit in St. Pölten und stellen eine Diskussionsgrundlage dar.

Beschreibung (eng): Forced Marriage in St. Pölten –
Preventive Measures with focus on Public Schools

The presented thesis deals with the situation regarding the phenomenon “forced marriage” in the city of St. Pölten and possible measures to prevent it. The research tries to answer following questions: Is there a need of preventive action in St.
Pölten? Concerning public schools, which preventive measures are useful and how could they be characterized? Wchich course of action can be recommended to social work and its facilities in St. Pölten? A mix of methods was necessesary to find answers to these questions: To begin with, the population based data of St. Pölten had to be analyzed to define citizens with foreign nationality or migration
background. Secondly, experts of social welfare (women´s shelter, violence protection center, counselling of migrants, social work in schools and youth work) were interviewed to collect data about the frequency of occurrence of forced
marriages and about preventive measures needed. And thirdly, literature - both in print and on the world wide web – was researched to explore the field of preventive action.
The central finding of the examination is that forced marriage takes place in St. Pölten. Facilities report of single cases, though the findings of the analysis of the population data and the expert interviews show that an estimated number of unreported cases can be concluded. Demand for preventive action was stated by some experts. The thesis concludes with a list of recommended courses of action addressed to social work facilities in St. Pölten and constitutes a basis for
discussion.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2008

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Schule; Zwangsheirat; Prävention; Sankt Pölten

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