Titel (deu): "Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?"

Autor: Machherndl, E. (Elisabeth)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2008

Beschreibung (deu): Männliche Flüchtlinge mit afrikanischem Hintergrund werden in Österreich auf
Grund ihrer Herkunft und der Rechtsstellung als Asylwerber oftmals
benachteiligt. Damit tragen sie eine doppelte Belastung. Durch die Position der
BürgerInnen afrikanischer Herkunft in der österreichischen Gesellschaft ist es
afrikanischen Asylwerbern kaum möglich, auf die Diskriminierung ihrer Gruppe
aufmerksam zu machen. Die Forschung für die hier dargelegte Arbeit zeigt
Möglichkeiten auf, wie die Sozialarbeit männliche Flüchtlinge mit afrikanischem
Hintergrund im Umgang mit Rassismus unterstützen kann. Dazu wurden
problemzentrierte Interviews nach Witzel mit BetreuerInnen und afrikanischen
Asylwerbern durchgeführt. Die Inhaltsanalyse nach Mayring diente der
Auswertung der Daten.
Als Fazit konnten unterschiedliche Handlungsoptionen der Sozialarbeit in den
Bereichen Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit aufgezeigt
werden. Jedoch sind diese Interventionsstrategien durch Barrieren in der
Gesellschaft in ihrer Umsetzung behindert. Diese Schwierigkeiten werden
beleuchtet und Lösungsvorschläge erarbeitet.
Kommunikation über das Thema Rassismus stellt einen Problembereich in der
Arbeit mit afrikanischen Asylwerbern dar. Der Austausch über
Rassismuserfahrungen mit BetreuerInnen in den Einrichtungen für
AsylwerberInnen ist durch verschiedene Gründe behindert. Ohne diese
Kommunikation erfolgt auch keine Bearbeitung der Problemlage.
Lösungsansätze, um den Austausch zu forcieren, werden in dieser Arbeit
aufgezeigt.
Die Arbeit mit afrikanischen Asylwerbern zum Thema Rassismus erfordert
unterschiedliche Fähigkeiten der SozialarbeiterInnen. Die Zugehörigkeit der
BetreuerInnen zur österreichischen Mehrheitsgesellschaft kann ansonsten die
Zusammenarbeit stören. Aus- und Weiterbildungen zum Thema „Umgang mit
Rassismus“ können dabei eine Hilfe sein.

Beschreibung (eng): “Who is afraid of the black man? – Guidelines of social work to support African
asylum seekers in how to handle racism”
African refugees are discriminated in Austria, because of their African origin and
the legal status of asylum seekers. This means they have to live with a doubleburden.
Because of this position in the Austrian society, African refugees don’t
get a chance to demand the needed attention for their problem of discrimination
of African asylum seekers. So this diploma thesis tries to point out possibilities
of social work that can help to support those people in handling this situation.
To get empirical results, interviews were made with caregivers of hostels for
asylum seekers and African refugees in vienna. For the analysis of the facts the
method of Mayring was used.
This analysis showed a variety of possible courses of action for social workers,
in the field case work, group work and community work. But there are many
obstacles in Austrian’s modern society, which hinder these interventions.
Proposals for solutions for these problems are given in the research work of the
paper.
Another problem is the debate on racism. There are different reasons, why
communication between African asylum seekers and caregivers of hostels for
refugees is blocked. Without this discussion there are no interventions to work
on the discrimination against African refugees. Solutions and possibilities to
enhance this communication are given through this research.
Social workers have to own several skills to work with African asylum seekers.
Otherwise the cooperation with refugees can be violated through the social
affiliation of caregivers. Further education can help social workers to support
African asylum seekers to handle the situation of racism in Austria.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2008

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Afrikaner; Asylverfahren; Österreich; Rassismus

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