Titel (deu): Radikaler Konstruktivismus und Sozialarbeit

Autor: Rozkydal, A. (Angélique)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2010

Beschreibung (deu): Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie des radikalen Konstruktivismus und der Sozialarbeit. Es werden die Fragen nach Anforderungen, Grenzen und Möglichkeiten hinsichtlich der Umlegung des radikal-konstruktivistischen Gedankenguts auf die Sozialarbeit beantwortet.
Hierzu wird das österreichische Berufsbild der SozialarbeiterInnen in Bezug auf diese spezifische Erkenntnistheorie auf Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Potenziale und Grenzen analysiert und an passender Stelle durch adäquate Literatur ergänzt.
Als Ergebnisse dieser Auseinandersetzung gelten folgende Anforderungen und Grenzen.
Eine Anforderung besteht für SozialarbeiterInnen in der gleichberechtigten Anerkennung der Wirklichkeitskonstruktionen der Kunden, sofern dies nicht die legitimen Rechte und Interessen von Anderen gefährdet, da Objektivität laut des radikalen Konstruktivismus nicht möglich ist. Eine weitere Anforderung besteht in der Inanspruchnahme von Verfahren, die den/die SozialarbeiterIn zur Selbstreflexion anleiten, denn darin besteht eine qualitätssichernde Maßnahme. Da die Wirklichkeit des Kunden/der Kundin von dem/der SozialarbeiterIn nicht erkannt werden kann, muß eine präzise Problemdefinition zusammen mit dem Kunden/der Kundin getroffen werden um Interventionen planen zu können und dies ist die dritte Anforderung.
Die Grenze für den/die SozialarbeiterIn liegt darin begründet, dass zielgerichtete Interventionen nicht planbar sind, denn der Kunde/die Kundin als autopoietisches System, ist nicht von außen steuerbar.
Als eine Möglichkeit kann die Umdeutung verstanden werden, die an der Wirklichkeit 1. Ordnung nicht verändert, sondern durch eine geänderte Bedeutung der Wirklichkeit 2. Ordnung eine Entlastung hervorgerufen werden kann. Als weitere Möglichkeit dient die Schulung in gewaltfreier Kommunikation, die als ein Mittel der kommunikativen Kompetenzerweiterung gesehen werden kann.

Beschreibung (eng): The present study deals with the theory of the radical constructivism and social work. The questions are answered concerning requirements, limitations and possibilities in relation to the radical-constructivist body of thought and the social work. To this the austrian job description of the social workers is analysed concerning this specific epistemology on differentiations, common characteristics, potentials and limitations and is complemented at suitable place with adequate literature. The demands exist on one hand for social workers in the equal recognition of the reality-constructions of the customers, provided that this does not endanger the legitimate rights and interests of others, because objectivity is not possible according to the idea of radical constructivism. The second requirement is the use of procedures which help the social worker to self-reflect, because this is a quality-protecting or assuring measure. Since the reality of the customer can not be recognised by the social worker, an exact definition of the problem set must be met together with the customer to be able to plan interventions and this is the third requirement.
The limitations for the social worker are that purposeful interventions are not predictable since the customer is an autopoietic system, and therefore not controllable from the outside. As a possibility the reinterpretation can be seen, the reality of 1st order cannot be changed, but by changing the meaning of the reality 2nd order a relief can be reached. Non-violent communication can be seen as another way to extend the possibilities of communication.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2010

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Radikaler Konstruktivismus; Sozialarbeit; Österreich; Sozialarbeiter; Berufsbild;

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