Titel (deu): Migration und soziale Ungleichheit - zur Stellung von MigrantInnen im sozialen Raum

Autor: Sapmaz, C. (Cemal)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2005

Beschreibung (deu): Seit den 1990er Jahren hat sich die Ausrichtung des österreichischen Sozialstaates gewandelt. Davon betroffen ist auch die Soziale Arbeit, deren Finanzierung, Beauftragung und Durchführung zunehmend nach marktwirtschaftlichen Kriterien bemessen wird und woraus auch Fragen nach ihrer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit resultieren. Dieses Eindringen der Marktlogik und die damit verbundene Umgestaltung der Sozialen Arbeit werden unter dem Schlagwort „Ökonomisierung Sozialer Arbeit“ zusammengefasst.

Im Zentrum der empirischen Untersuchung steht die Frage, womit SozialarbeiterInnen im Handlungsfeld Arbeitsmarktpolitik eine Ökonomisierung Sozialer Arbeit assoziieren, welche Folgen der Ökonomisierung sie in ihrer Arbeitspraxis wahrnehmen und mit welchen Handlungsstrategien sie auf diese Veränderungen reagieren. Die qualitative Studie ist explorativ angelegt und stützt sich auf die Verfahren des problemzentrierten Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse.

Den Ausgangspunkt des theoretischen Teils der Arbeit bietet eine Aufgaben- und Gegenstandsbeschreibung Sozialer Arbeit an Hand der Texte von Ilse Arlt, der Begründerin der ersten Fürsorgeschulen Österreichs. Anschließend werden die sozialstaatlichen Veränderungen und die damit verbundene neoliberale Ausrichtung des Sozialstaats als Auslöser der Ökonomisierung Sozialer Arbeit beschrieben. Darauf aufbauend wird die Funktion der Sozialen Arbeit im sozialstaatlichen Kontext beleuchtet und dargestellt, welche Konsequenzen sich für die Organisationen Sozialer Arbeit aus der Neuausrichtung des Sozialstaates ergeben. Abschließend wird das Modell der aktivierenden Sozialen Arbeit vorgestellt und die mit diesem Konzept verbundene Problematik skizziert.

Beschreibung (eng): The purpose of the Austrian welfare state has changed since the 1990s. Social work is also affected in that its funding, commissioning and implementation are increasingly measured by market economy criteria, also giving rise to questions as to its effectiveness and economic efficiency. This phenomenon involving the impingement of market logic and the concomitant transmutation of social work are comprehensively designated "economisation of social work".
The empirical study focuses on the following questions: what do social workers associate with an economisation of social work in the arena of labour policy, what effects has economisation had on their practical work and what action strategies have they adopted to respond to these changes. The qualitative study is explorative in nature and uses an approach based on problem-centred interviews and qualitative content analysis.
The study's theoretical section describes the tasks and subject matter of social work using texts authored by Ilse Arlt, founder of Austria's first schools for social workers known as Fürsorgeschulen. Subsequently, the changes the welfare state has undergone are chronicled as is the associated neoliberal shift in the welfare state which triggered the economisation of social work. Building on this, the study examines and depicts the function of social work in the context of the social state, the consequences for social work organisations resulting from the re-specification of the welfare state. By way of conclusion, the enabling social work model is introduced and the problematic associated with this concept is outlined.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2005

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Migration; Soziale Ungleichheit; Sozialarbeit; Ausländischer Arbeitnehmer; Soziale Integration; Ethnizität

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