Titel (deu): Prävention statt Voller Erziehung?

Autor: Holzmüller, E. (Eveline)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2010

Beschreibung (deu): Kinderschutz stellt die Hauptaufgabe der öffentlichen Jugendwohlfahrt in Wien dar. Ausgehend davon, dass unter Prävention die Verhütung unerwünschter Ereignisse oder Entwicklungen zu verstehen ist, hat Kinderschutz, also der Schutz von Kindern vor Gewalt und Vernachlässigung an sich präventiven Charakter. Der Präventionsbegriff begleitet die Jugendwohlfahrt demnach bereits seit ihrer Entstehung und hat sich, parallel zu den jeweils vorherrschenden Werthaltungen im Laufe der Zeit verändert.
Aktuell ist die Magistratsabteilung 11 – Amt für Jugend und Familie (MAG ELF) als Einrichtung der öffentlichen Jugendwohlfahrt in Wien mit steigenden Unterbringungszahlen in den Krisenzentren und in der Vollen Erziehung konfrontiert. Ein Ausbau der präventiven Angebote soll dem entgegenwirken. Die Eltern-KindZentren und der Klinikverbindungs-dienst, bisher ausschließlich im Sozialen Dienst, also in der freiwilligen Beratung und vorwiegend mit dem Fokus auf Schwangere und Familien mit kleineren Kindern tätig, sollen bei der Umsetzung des Vorhabens verstärkt einbezogen werden.
Unter diesem Blickwinkel beleuchtet die vorliegende Arbeit die Entwicklung des Präventionsverständnisses in der MAG ELF und untersucht die präventiven Zugänge, die den einzelnen Bereichen der Sozialen Arbeit in diesem Handlungsfeld und den in Umsetzung begriffenen Veränderungen zu Grunde liegen. Die daraus ableitbaren Trends werden mit dem Fokus auf mögliche sanktionierenden, kontrollierenden oder zumindest normalisierenden Anteile und professionsfremde Erwartungen kritisch hinterfragt und alternativen Zugängen gegenübergestellt.

Beschreibung (eng): Child protection is one of the main tasks of child and youth service in Vienna. Prevention means intervening before unwanted incidents or developments take place. Child protection therefore means preventing violence and neglect. The term prevention accompanies child welfare since its inception and has changed according to the values and beliefs of society at any point in time.
At present MA 11 – Amt für Jugend und Familie (MAG ELF) as an institution of public child and youth welfare in Vienna is confronted with rising numbers of crisis intervention in the form of supervision and care orders. In consequence there should be a building up of preventative measures to counteract this. Parent-child-centers and a service of connections to clinics, up to now, have been exclusively located in social services departments. These services provide voluntary counceling and, predominantly have a focus on pregnant women and families with small children. These measures should be more strongly enforced according to this project.
Given this point of view, the present study focuses on the understanding of prevention in MAG ELF and analyses the preventative approaches which exist in social work and the changes needed in practice. The following trends will be discussed, namely looking at sanctions and other forms of control as a way of normalizing situations. Expectations, strange to the profession, are critically analyzed and compared with alternative approaches.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2010

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Wien / Amt für Jugend und Familie; Kinderschutz; Familienzentrum; Sozialdienst; Prävention; Sozialarbeit

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