Title (deu): Angemessenheit informeller Sprache im Kommunikationsmanagement

Author: Hofmann, J. (Janina)

Description (deu): St. Pölten, Studiengang Media- und Kommunikationsberatung, 2018

Description (deu): Das Kommunikationsmanagement ist aktuell großen Veränderungen unterworfen: Die Tendenz geht von voneinander isolierten Maßnahmen zur Absatzsteigerung hin zu ausdifferenzierten und aufeinander abgestimmten Kommunikationsmaßnahmen, die übergreifender eine Beziehung zwischen Organisation und Dialoggruppen herstellen sollen. Beziehungsaufbau findet maßgeblich auf der Stilebene der Kommunikation statt, daher ist der bisher im Kommunikationsmanagement nur am Rande behandelte Faktor des Sprachstils entscheidend. Die vorliegende Arbeit möchte untersuchen, welches Potenzial insbesondere der Einsatz eines informellen Sprachstils für die Beziehungsgestaltung zwischen Organisation und Dialoggruppen hat und welchen Spielraum die Organisationen diesbezüglich haben, ohne dass der Sprachstil als unangemessen empfunden wird oder Reaktanz auslöst. Im theoretischen Teil werden verschiedene psychologische und soziale Prozesse analysiert und daraus eine Schlussfolgerung in Hinblick auf das vermutete Potenzial informeller Sprache für das Kommunikationsmanagement gezogen. Daraufhin wird in der – durch eine kurze qualitative Vorstudie vorbereiten – quantitativen Untersuchung ermittelt, als wie angemessen NiederösterreicherInnen informelle Sprache in der Unternehmenskommunikation empfinden und inwiefern dieses Angemessenheitsempfinden mit ihrem Alter, ihrer eigenen Verwendung informeller Sprache sowie mit Charakteristika der entsprechenden Kommunikationsformen zusammenhängt. Dazu wurde eine Face-to-face-Befragung mit rund 200 NiederösterreicherInnen durchgeführt. Die Ergebnisse des theoretischen Teils legen nahe, dass informelle Sprache ein nicht unerhebliches Potenzial hat, Nähe zu den Dialoggruppen herzustellen und Beziehung zu gestalten. Der quantitative Teil zeigt, dass die Angemessenheitseinschätzungen signifikant mit dem Alter und der eigenen Verwendung informeller Sprache zusammenhängen und abhängig sind von der Informalität der entsprechenden Kommunikationsform.

Description (eng): Communication management is currently subject to substantial changes. The present tendency leads away from isolated measures for increasing sales and towards more differentiated and integrated strategies. These strategies are meant to create a relationship between organisation and dialog groups. Building relationships mainly takes place on the stylistic level of communication, so the previously neglected factor of language style becomes critical. This paper aims to find out what potential the use of an informal style of language has for building relationships between organisations and dialog groups and how far an organisation can go without using a style of language perceived as inappropriate. In the theoretical part, various psychological and social processes are analysed. From this a conclusion is drawn regarding the potential of informal language for communication management. Then, after preparation through a short qualitative study, a quantitative face-to-face survey was conducted with 200 people from Lower Austria. It researched how appropriate people find the use of informal language in communication management and how this feeling of propriety is connected to their age, their own use of informal language, and certain characteristics of the forms of communication. The theoretical part concludes that informal language can have the potential to create a sense of closeness and shape relationships with dialog groups. The results from the empirical part imply that the feeling of propriety correlates significantly with a person’s age, their own use of informal language, and the informality of the respective forms of communication.

Object languages: German

Date: 2018

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Classification: Kommunikation ; Sprachstil ; Umgangssprache

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