Titel (deu): Mütter und Väter mit Abhängigkeitssyndrom

Autor: Cammerlander, M. (Margot)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Sozialarbeit, Dipl.-Arb., 2010

Beschreibung (deu): Der Wunsch nach Kindern und Familie ist auch bei vielen Frauen und Männern mit Abhängigkeitssyndromen ein essentieller Teil ihrer Lebensplanung. Nach unterschiedlichen Schätzungen haben zwischen einem Drittel und der Hälfte der Drogen konsumierenden Frauen eigene Kinder. Demgegenüber steht ein Wissensdefizit des professionellen Hilfesystems hinsichtlich effektiver Unterstützungsmaßnahmen.
Diese Forschungsarbeit beleuchtet die Lebenswelten dieser (werdenden) Mütter und Väter auf Basis einer Auswertung unterschiedlicher Theorieansätze und einer explorativen qualitativen Feldforschung. Darauf aufbauend werden generelle Thesen und Anregungen für das professionelle Hilfesystem abgeleitet.
Ausgehend von einer Beschäftigung mit unterschiedlichen Ansätzen der GenderForschung und den geschlechtsspezifischen Unterschieden beim Konsumverhalten wird auf gesellschaftliche Rollenbilder sowie den Begriff des Kindeswohls eingegangen.
Einen zentralen Stellenwert dieser Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit den Konzepten der Salutogenese, der Integrität und der strukturellen Gewalt. Diese werden anhand einer Begriffsbestimmung in den Kontext von Sucht und Elternschaft eingeführt und dann anhand der Interviewdaten in die Lebenswelt der Befragten übersetzt.
Als Schlussfolgerung ergibt sich die hohe Relevanz der genannten Begriffe für Drogen konsumierende Mütter und Väter. Deshalb werden abschließend zentrale Thesen formuliert und Empfehlungen dafür gegeben, Salutogenese als Denkansatz für Ressourcen orientierte Arbeit zu nutzen, die Wahrung der Integrität als Handlungsprinzip sicherzustellen und Phänomenen der strukturellen Gewalt durch Transparenz entgegenzuwirken, wobei die Sensibilität hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede überall eine wichtige Rolle spielt.

Beschreibung (deu): Also for many women and men with dependence syndromes, the desire for children and family is an essential part of their life planning. According to various estimations, between one third and half of the female drug addicts have their own children. In contrast, there is a lack of knowledge in the professional care system regarding effective support strategies.
The research done for this thesis examines the living environments of this mothers and fathers (to be) on the basis of different theoretical approaches and exploratory qualitative field research. Based on this, general observations and suggestions for the professional help system are proposed.
Starting with a study of different approaches to gender research and gender differences in consumption patterns, social roles and the concept of the child's welfare are discussed.
An exploration of the concepts of Salutogenesis, Integrity and Structural Violence are of key importance in this paper. These termina will be introduced by a definition in the context of addiction and parenting, and then translated in the world of the respondents on the basis of interview data
In conclusion, those concepts are highly relevant for drug-addicted mothers and fathers. Therefore, the central theses and recommendations are to use Salutogenesis as an resource-oriented approach for social work, to ensure preservation of integrity as a principle of action and to fight the phenomenon of structural violence through transparency. The sensitivity to gender differences plays an important role throughout

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2010

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Mutter; Sucht; Drogentherapie; Sozialarbeit; Vater;

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