Titel (deu): Politainment als Ursache für die Reduktion von Objektivität in der Kriegsberichterstattung

Autor: Renner, T. (Tamara)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Medienmanagement, Dipl.-Arb., 2006

Beschreibung (deu): Der ungehinderte Zugang zur Information mit Hilfe der Massenmedien hat nicht nur die Arbeit der Journalisten und die Rezeption der Zuschauer verändert, sondern diesen Informationskanal für die Politik interessant gemacht. Die Machtausübung und die Manipulationsmöglichkeiten mit Hilfe der Massenmedien bzw. in diesem speziellen Fall des Fernsehens, werden besonders im Rahmen der Kriegsberichterstattung deutlich. Durch die Ausnahmesituation Krieg werden nicht nur der enorme politische Einfluss auf TV-Stationen, die veränderten Informationsbedürfnisse der Rezipienten oder die journalistischen Einflüsse auf die Nachricht transparenter. Ein emotionales Arbeitsumfeld wie im Krieg macht den eigentlichen Verlust der Information und somit die sukzessive Reduktion der Objektivität erkennbar.
Die Verfasserin konzentriert sich in der vorliegenden Arbeit auf die Objektivitätsreduktion in der Kriegsberichterstattung. Durch den Aufbau eines Spannungsfeldes, welches drei der wichtigsten Faktoren der Objektivitätsreduktion näher beschreibt: die Politik, den Rezipienten und den Journalisten, wird die Basis für die Objektivitätsdiskussion geschaffen. Anhand eines Nachrichtenvergleiches zwischen einer CNN und einer ORF Nachricht zum Thema „3 Jahre nach Beginn der Invasion im Irak“, werden weiters etwaige Unterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Medien herausgearbeitet. Zudem werden die theoretischen Ausführungen durch Exklusivinterviews mit Antonia Rados, Journalistin bei RTL und Kriegsberichterstatterin im Irak, sowie Karim El-Gawhary, Auslandskorrespondent des ORF und ebenfalls im Irak stationiert, untermauert.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden in wiefern Objektivität durch die behandelten Einflussfaktoren reduziert werden kann bzw. ob vollkommene Objektivität in der Kriegsberichterstattung überhaupt erreichbar ist.

Beschreibung (eng): The unimpeded access to information of the massmedia has not just changed the work of journalists and the reception of the viewers but has also made this information channel more interesting to the mediation of political information. The massmedia´s influence and opportunity to manipulate, especially via TV, is clearly reflected in the field of war journalism. As a result of the very emotinal working situation for war journalists the current trends in news journalism - an enormous political influence on TV-Stations, the permanently changing information-needs of the recipients as well as the journalistic influence on the news – get more transparent. These factors of influence favour the lack of information in our news as well as the permanent reduction of objectivity.
Therefore the author concentrates on the reduction of objectivity in war journalism. The focus on the three most important factors - politics, the recipients and the journalists - will build the basis for the discussion about objectivity.
To examine the practical side of the objectivity problem the author provides a comparative analysis of a CNN and ORF news broadcast about the situation in Iraq three years after the invasion. In relation to these possible differences between American and European news will be developed. The theoretical information is also going to be supported by exclusive interviews with Antonia Rados, journalist with RTL and war correspondent in Iraq as well as Karim El-Gawhary, foreign journalist with ORF and also war correspondent in Iraq.
The aim of this work is to identify the intensity of the reduction of objectivity through the handled factors of influence as well as to answer the question whether it is possible to achive total objectivity in war journalism.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2006

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Österreich; Fernsehen; Kriegsberichterstattung; USA

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