Title (deu): Green Producing

Author: Stoff, M. (Melanie)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Digitale Medientechnologien, Masterklasse Postproduktion, 2018

Description (deu): Die vorliegende Arbeit soll die österreichische Filmbranche im Hinblick auf ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein unter die Lupe nehmen. Der Produktionsstandort Österreich mag zwar für sich genommen klein sein, trägt aber dadurch nicht weniger Verantwortung und sollte sich daher auch stärker am Klima- und Umweltschutz beteiligen. In diversen Filmen ist oft Nachhaltigkeit zwar das Thema, was sich aber in den Produktionsbedingungen nicht unbedingt widerspiegelt. Nach einem theoretischen Überbau und wichtigen Hintergrundinformationen in Bezug auf Begrifflichkeiten, wird der Zusammenhang zwischen Ökonomie und Ökologie hergestellt. Dabei wird immer wieder auf die aktuelle globale Klimapolitik Bezug genommen. Ein wichtiges Ziel dieser Arbeit war, den tatsächlichen CO2-Fußabdruck herkömmlicher Spielfilmproduktionen zu ermitteln und mit jenem von nachhaltig produzierten Filmen zu vergleichen. Dazu wurden relevante Daten und Parameter von österreichischen Produktionen erfasst und mittels der Verwendung eines speziellen Onlinetools analysiert. Eine weitere Forschungsfrage war, wie eine nachhaltige und klimaschonende Filmproduktion in der Praxis aussieht und welche Maßnahmen es dazu braucht. Um dies herauszufinden, wurden bereits nachhaltig produzierte Filme und Initiativen, die sich für die Etablierung von Green Producing einsetzen, sowie Literatur herangezogen. Darüber hinaus wurden ExpertInneninterviews mit österreichischen FilmemacherInnen durchgeführt, um Auskunft über die allgemeine Haltung zu Green Producing und den aktuellen Wissensstand zu erhalten, aber auch um über Zukunftsvisionen zu sprechen. Gibt es Maßnahmen die bereits umgesetzt werden? Mit welchen Hindernissen sehen sie sich konfrontiert? Durch diese Gespräche konnten in weiterer Folge auch Ideen und Anregungen abgeleitet werden, wie das das Thema der Nachhaltigkeit in der Filmbranche präsenter, attraktiver und umsetzbar werden kann. Die so gewonnenen Erkenntnisse wurden auch in den Leitfaden für eine grüne Produktion – den so genannten Green Guide – aufgenommen, der am Ende der Arbeit präsentiert wird. Die Berechnungen zeigten schließlich einen deutlichen Unterschied zwischen den Ökobilanzen von herkömmlichen und grün produzierten Spielfilmen. So emittieren nicht nachhaltige Produktionen zwei bis dreimal so viel CO2-Äquivalente wie Green Producing-Projekte. Die entstehenden Emissionen sind enorm und keinesfalls unbedeutend, denn in 3 Tagen stößt eine Filmproduktion genauso viel CO2 aus, wie ein Österreicher oder eine Österreicherin in einem vollen Jahr. Die Forschungsergebnisse zeigen auch, dass nachhaltige Maßnahmen ohne zusätzliches Budget möglich sind. - Das bedeutet also in letzter Konsequenz, dass die oft gehörte Entschuldigung bzw. die Falschinformation "nachhaltige Produktion wäre zu teuer" nicht hält. Die österreichische Filmbranche muss nun aktiviert werden, nachhaltig zu agieren. Es geht darum, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, um zusammen gegen den Klimawandel zu kämpfen.

Description (eng): The present work is intended to examine the Austrian film industry in terms of its sustainability awareness. Although the country of Austria and its filming industry may be quite small on their own, it does not reduce its responsibility and the urgent need to be more involved in climate and environmental protection. Sustainability is often a topic in various films, but sadly this is often not necessarily reflected in the production conditions. After a theoretical superstructure and important background information in terms of concepts, the relationship between economics and ecology will be established. It is thereby consistently referred to the current global climate policy.An important goal of this work was to determine the actual carbon footprint of conventional feature film productions and to compare it with that of sustainably produced films. For this purpose, relevant data and parameters of Austrian productions were ascertained and analyzed by using a special online tool. Another research question was, what sustainable and climate-friendly film production looks like in practice and what measures are needed. To figure this out, already sustainably produced films and initiatives, which are advocating the establishment of Green Producing, were consulted and literature was used. In addition, expert interviews with Austrian filmmakers were conducted to provide information on the general attitude and the current state of knowledge towards Green Producing, but also to talk about visions of the future. Are there any measures already implemented? Which obstacles do they face? As a result of these discussions, ideas and suggestions could be derived as to how the topic of sustainability in the film industry can become more present, attractive and implementable. The findings were also included in the Green Guide, which is presented at the end of the thesis. Eventually the calculations showed a clear difference between the assessments of traditional and green-produced feature films. For example, non-sustainable productions emit two to three times more CO2 equivalents than green production projects. The resulting emissions are enormous and by no means insignificant, because in 3 days a film production releases as much CO2 as an Austrian does in one full year. The research also shows that sustainable action is possible without an additional budget. - In the final analysis, that means that the often heard apology or misinformation "sustainable production would be too expensive" does not hold. The Austrian film industry must now be activated to act sustainably. It's about developing a sense of community to fight together against climate change.

Object languages: German

Date: 2018

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Classification: Filmproduktion ; Kohlendioxidemission ; Nachhaltigkeit

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