Titel (deu): Medien im Nord - Süd Konflikt

Autor: Hörtlehner, E. (Elisabeth)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Medienmanagement, Dipl.-Arb., 2005

Beschreibung (deu): Der Alltag einer immer größer werdenden Zahl an Menschen des 21. Jahrhunderts ist von den Neuen Medien durchdrungen. Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur träumen von einer neuen Ära und preisen die Möglichkeit eines verbesserten Lebensstandards durch die neuen Technologien. Auch im Entwicklungsbereich versprechen sich Befürworter/innen wahre Wunder mit Hilfe der Neuen Medien: wirtschaftlicher Aufschwung, bessere medizinische Versorgung, Alphabetisierung, Einzug von Demokratie und Wohlstand.
Neben den schon beinahe utopischen Visionen des Einsatzes neuer Medien, stößt man auf Zahlen, welche den weltweit ungleichen Zugang und Nutzung aufzeigen: während Menschen aus dem reichen Norden (Industriestaaten) die neuesten Raffinessen ihrer Handys testen, haben 80 % der Menschen aus dem Süden (Entwicklungsländer) noch nie ein Telefongespräch geführt. Der Umstand des quantitativen wie qualitativen Ungleichgewichts bei den Neuen Medien, führt zu multilateralen Verhandlungen zwischen dem Süden und dem Norden. So versucht der gegenwärtig stattfindende Weltgipfel zur Informationsgesellschaft die digitale Spaltung zu überwinden.
Blickt man zurück, sieht man dass die Verhandlungen um eine ausgeglichene Medienordnung so neu nicht sind: das Ungleichgewicht im Medienbereich zwischen dem Norden und dem Süden scheint sich wie ein roter Faden seit der Kolonialisierung des Südens zu durchziehen. Die strategische Bedeutung der Massenmedien führte in den 1970er Jahren in der UNESCO zu heftigen Eklats, welche ihren Höhepunkt in der Forderung nach einer Neuen Weltinformations- und Kommunikationsordnung (NWIKO) einnahm. Der Süden forderte einen ausgeglichenen Informationsfluss, welcher ein wichtiges Symbol für die Freiheit eines Landes darstellte. In dieser Arbeit werden - vor dem Hintergrund der Forderung nach einer NWIKO - die internationalen Verhandlungen zwischen dem Norden und dem Süden untersucht und aufgezeigt, ob sich die Verhandlungen der NWIKO - Debatten von den gegenwärtigen Verhandlungen unterscheiden oder sich die Disparitäten im Medienbereich weiter fortzusetzen scheinen.

Beschreibung (eng): The daily life of more and more people of the 21th century is affected by the New Media. Society, economy, politics and culture are dreaming of a new era, glorifing the potential of the new technologies. Advocates also refer to the potential of the New Media for development aid such as economic revival, advanced medical care, alphabetisation, evolution of democracy and prosperity.
Besides these utopian visions of a new world, one finds figures and facts, which show the unequal access and use of the new technologies: People from the rich North (Industrial countries) are testing the newest tools of their mobiles, while 80 % of the poplation of the South (developing countries) has never used a telephon.
The circumstance of quantitative and qualitative disparities within the New Media, leads to mulilateral negotiations between the North and the South. At the present time the world summit of the information society is trying to cross the digital gap. In Retrospectively, one may see that the debatte of a new media order is not as ew as thought. The inequalities in the media sector between the north and the south have been present ever since the colonialisation of the South by the North.
Followed by many debates within the UNESCO, the strategic importance of the mass media reached its peak in the 1970s in the demand by the South for a new world information and communication order (NWICO). The South claimed a more balanced information flow, which asked for the regulation of the information flow, in order to achieve freedom in the mass media sector. The North tried to install the doctrine of „free flow of information“ worldwide.
How the debates between the North and the South, about equal participation on the Internet differs form the NWICO - debates, how the negotiating positions have changed over the years and how the disparities between the North and the South remains within modern technologies, will be explored in this paper.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2005

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Nord-Süd-Konflikt; Neue Medien; Digitale Spaltung

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