Title (deu): Keine Zeichen Mehr

Author: Graschitz, S. (Stephan)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Media Management, 2015

Description (deu): Diese Arbeit versucht Medienethik, explizit Bildethik innerhalb der Simulationsthe-orie von Jean Baudrillard zu verorten. Dazu wird zuerst das Medium Bild analy-siert. Es ist in der Lage, ethisch motivierte Debatten loszutreten. Dazu wird das Bild Gottes beleuchtet. Wie kein anderes schafft es auch heute noch ethische Fragestellungen ans Tageslicht zu bringen. Dies darf nicht mit religiösen Debatten verwechselt werden. Dann wird das Medium semiotisch fundiert erklärt. Es fußt dabei auf Zeichen. Dabei wird deutlich, dass das, was auf Rezipienten/innen Herr-schaft ausübt, in sich extrem brüchig ist. Ein Bild ist vorrangig genau das Gegen-teil der Realität. Um diesem Verständnis beizukommen ist die Erarbeitung von semiotischen Begriffen notwendig. Semiotisch fundiert kann auch die Medienethik bzw. die Bildethik begriffen werden. Medienethik kommt natürlich nicht ganz ohne Philosophiegeschichte aus. Eine kurze Einführung in diese zeigt die Grundbegriffe auf. Moral, richtiges Handeln etc. sind Grundsätze, die auch für die Medienethik gelten. Medienethik spielt aber auch in täglichen Arbeitsprozessen eine Rolle. Wie sie in den Betrieb eingegliedert ist, bzw. eingegliedert sein kann, wird betrachtet. Dies ist kann z.B. anhand eines Ethikkodexes erfolgen. In weiterer Folge wird die Medienethik auch semiotisch fundiert begriffen. Das macht sie für die Simulations-theorie bearbeitbar. Über eine Werkschau der wichtigsten Werke von Jean Baudrillard wird ein Überblick über seine Theorie entstehen. Zentral ist dabei sein Gedankenkonstrukt der Hyperrealität. Bilder werden zum Simulakrum und bezie-hen sich nur mehr auf sich selbst. Nicht die Karte bringt mehr das Bild hervor, sondern umgekehrt. Es ist kein Zeichen mehr. Die Bildethik, welche auch semio-tisch fundiert wurde, verliert ihre Zeichen genauso sehr wie es das Bild selbst tut. Es beziehen sich Dinge aufeinander, die keine Bezugspunkte mehr haben. Me-dienethik wird so zum Teil einer hyperrealen Welt. Nichts lässt es mehr zu, dass wir durch sie hindurch sehen können. Die nackte Realität bleibt uns verwehrt. Ethik ist auch nur mehr ein Teil der Simulation. Sie schreibt sich in die Ereignisse ein und simuliert sie mit simulativen Normen mit. Dies tut sie nicht immer in glei-cher Weise. Manchmal greift sie dabei so weit, dass sie selbst Teil des Ereignis-ses wird. Das Geiseldrama von Gladbeck wie auch der 11. September sind hier Extremfälle.

Description (eng): The work in hand discusses different media theories and explicitly the field of me-dia ethics. The research object is the placing of picture ethics within hyper-reality. The concept of hyperreality is based on the ideas of the french philosopher and sociologist Jean Baudrillard and his famous simulation theory. First of all this mas-ter thesis illuminates pictures as a special medium. Hereby pictures are mediums with a strong dominion over the viewer. As example it is possible to think about the images of god. Sometimes these images have a high potential for conflict. This circumstance provokes ethical problems and questions, whereby the medium is linked to ethical problems itself. Subsequently the medium picture is assessed ba-sed on semiotics. Semiotics represent a very important philosophical movement, which can also be used to discribe media ethics. In this context media ethics is assessed focusing on philosophy history and its basic notions and concepts such as morality or action principles. Media ethics however plays an important role in working processes of today. For instance it is not clear how a companies can pur-sue correct ethical behavior inside the media industry. For this many different sys-tems such as ethic codices exist. For the following argumentation it is then impor-tant to discribe the relation between reality and ethics. This leads to a semiotic argumentation and foundation of media ethics. This is a very important step in or-der to connect media ethics with the simulation theory. Through describing the most important publications of Jean Baudrillard an overview of this theory is given. Hereby the concept of hyper-reality represents the central edifice of ideas. There-by pictures become a simulacrum and only refer to themselves. At this point the main underlying argument of the thesis is, that media ethics are not a sign as sta-ted through semiotics. Therefore no more signs are part of ethics. Ethic is a part of the simulation and moreover of the simulation of occurrences themselves. Some-times ethics even becomes part of the occurrences themselves. Big media events such as 9/11, the hostage drama of Gladbeck etc. hereby can be seen as such extremes.

Object languages: German

Date: 2015

Rights: © All rights reserved

Classification: Ethik ; Fotorealismus

Permanent Identifier