Title (deu): Sollte es wieder einen geben, bin ich sicher wieder dabei!

Author: Hinterbauer, T. (Timo)

Description (deu): St. Pölten, FH-Stg. Soziale Arbeit, Master Thesis, 2012

Description (deu): Nach und nach findet der Familienrat als Verfahren der Sozialen Arbeit auch in Österreich Anwendung: in den Bezirken St. Pölten und Amstetten wurden im Jahr 2011 in einer Projektphase Familienräte in der öffentlichen Jugendwohlfahrt abgehalten. Das Verfahren verändert unter den Prämissen von Partizipation und Selbstbemächtigung den Blick auf die Klient_innen Sozialer Arbeit: sie werden zu Akteur_innen, die durch den Anstoß zur Entdeckung und Nutzung bestehender und potentieller sozialer Netze in den Status der eigenmächtigen Problemlösung gelangen. Wie die Akteur_innen nun den Familienrat mit seiner exklusiven Familienzeit und den Nachfolgekonferenzen erleben, ist das zentrale Thema dieser Arbeit. Dabei wird deutlich, dass die Rezeption des Verfahrens überwiegend positiv erfolgt: rasch einsetzende Erfolgserlebnisse, der intensive Austausch von Informationen und Hilfeleistungen, der Veränderungsimpuls durch die Irritation bisheriger Bewältigungsstrategien und die Rücknahme institutioneller Definitionsmacht sind die Effekte, die von den Akteur_innen gut geheißen werden. Kritisch stehen sie jedoch der unzuverlässigen Umsetzung der im Familienrat getroffenen Vereinbarungen, der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und der unklaren Verantwortlichkeit in der Prozessbetreuung gegenüber. All das erleben die Akteur_innen vor spezifischen Erfahrungshintergründen: bisherige Begegnungen mit institutionellen Hilfen und kulturelle wie familiäre Prägungen wirken ebenso wie die entstehende Gruppendynamik. Über den Fall hinaus wird von den befragten Akteur_innen eine gegenseitige Annäherung durch die intensiven Gespräche wahrgenommen, ebenso wachsendes Engagement, wechselseitige Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung.

Description (eng): "If there is another Family Group Group Conference, I will participate again!"

Experience Family Group Conference

By and by Family Group Conference is applied as a technology of Social Work in Austria: in 2011 several cases of public child welfare were treated with Family Group Conference within a project phase in the districts of St. Pölten and Amstetten. Under the consideration of the principles participation and empowerment this approach changes the professional sight on social work clients: they become "doers" who reach the state of solving problems independently after discovering and using their existing and potential social networks, activated only by a small impulse. The central aim of this master's thesis is the question of how social work clients experience Family Group Conference with its exclusive parts and follow-up conferences. It becomes clear that the reception of Family Group Conference is generally positive: rapid achievements, an intensive exchange of information and assistance, changes by the irritation of existing coping strategies and the withdrawal of institutional power are the effects that are welcomed by the clients. However, they critically comment the unreliability of agreements reached in the Family Group Conference, the involvement of children and young people and unclear responsibilities in the further process of care. All these new experiences are gained considering the individual background: previous experiences with institutional support, as well as cultural and family imprintings affect the process as emerging group dynamics. In addition, interviewed social work clients notice social rapprochement by the intense discussions as well as growing commitment and mutual awareness.

Object languages: German

Date: 2012

Rights: © All rights reserved

Classification: Niederösterreich ; Jugendhilfe ; Familienkonferenz ; Partizipation

Permanent Identifier