Title (deu): Einsatz von Musik zur Beeinflussung der Symptomatik von Asthma bronchiale beim Lauftraining

Author: Kuttner, S. (Sandra)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2014

Description (deu): Hintergrund: In diversen Studien konnte der leistungssteigernde Effekt und die positive Wirkung von synchroner Musik auf das subjektive Belastungsempfinden während des Laufens nachgewiesen werden. Auch die Herzfrequenz lässt sich in Ruhe durch das Tempo der Musik beeinflussen. Bisher wurden Studien diesbezüglich nur an Gesunden durchgeführt, jedoch stellt moderates Ausdauertraining besonders für Personen mit Asthma bronchiale einen wichtigen Faktor zur Erhaltung der Lebensqualität dar.

Fragestellung: In der vorliegenden Studie wird davon ausgegangen, dass die beschrie-benen Effekte von Musik auf subjektives Belastungsempfinden und Herzfrequenz auch bei Personen mit Asthma bronchiale zu beobachten sind und dadurch erkrankungsbe-dingte Symptome wie Dyspnoe und eine erhöhte Atemfrequenz positiv beeinflusst werden können.

Methodik: In einer experimentellen Single-Subject Research Design Studie wurde der Effekt von synchron angewandter, motivierender, ergotroper Musik im Rahmen eines 30–50–minütigen Lauftrainings untersucht. In Form eines Withdrawal-Designs wurden über einen Zeitraum von acht Wochen fünf Baseline-Messungen ohne Musik, gefolgt von fünf Interventionen und fünf Withdrawal-Messungen durchgeführt. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten erfolgte mittels deskriptiver Statistik und der grafischen Darstellung und Analyse anhand von Diagrammen in Microsoft Excel.

Ergebnisse: Sowohl subjektives Belastungsempfinden, Dyspnoe und Herzfrequenz konn-ten durch die Intervention mit Musik verbessert werden. Lediglich für die Atemfrequenz konnte anhand der Ergebnisse der positive Effekt der Musik nicht belegt werden. Hier besserten sich zwar die Werte bei den Interventions-Messungen, blieben jedoch unter Hinwegnahme der unabhängigen Variablen nahezu konstant. Besonders interessant er-wiesen sich die Dyspnoe-Werte, anhand derer sogar positive Veränderungen im Verlauf der einzelnen Trainingseinheiten durch die Musik festgestellt werden konnten.

Schlussfolgerung: Musik kann im Einzelfall sehr positiv auf physiologische Parameter bei einer Person mit Asthma bronchiale während des Lauftrainings einwirken. Zur Stär-kung der externen Validität sollte in weiterführenden Studien eine größere Probandenanzahl rekrutiert werden, um repräsentativere und statistisch relevante Ergeb-nisse zu erhalten.

Description (eng): Background: Several studies provided evidence for the positve effect of synchronous music on performance and rate of perceived exertion during running. It is also known that our heart rate can be affected by the musical tempo during rest. Previous research prima-rily focused on healthy subjects, although music may also benefit asthmatics for whom moderate endurance training is a very important factor to preserve quality of life.

Objective: Thus, the present study hypothesizes that the described effects of music on rate of perceived exertion and heart rate can also be observed in people with bronchial asthma. Therefore, music may benefit typical symptoms of asthma, such as dyspnoea or an increased respiratory rate.

Methods: The effect of motivating, ergotropic, synchronously used music was investiga-ted on the basis of an 30–50 minute training in an experimental single-subject research design study. The study was conducted over a time period of eight weeks using a with-drawal design, starting with five baseline-testings without music, followed by the intervention phase comprising five training sessions and five final withdrawal-measurements. The data were analyzed with Microsoft Excel using descriptive statistics and graphs.

Results: Rate of perceived exertion, dyspnoea as well as heart rate were positively affec-ted as a result of the musical intervention. Only the observed changes in respiratory rate could not be ascribed to the effect of music. The noticed decrease of respiratory rate during intervention phase also remained constant in the withdrawal phase. Noticeably dyspnoea improved gradually within those training sessions, in which music was applied.

Conclusions: Music has been shown to benefit physiological parameters in a person with bronchial asthma during training. To increase external validity and allow for statistically relevant outcomes, the described effects need to be verified with a bigger sample size in future investigations.

Object languages: German

Date: 2014

Rights: © All rights reserved

Classification: Musik ; Wirkung ; Ausdauertraining ; Bronchialasthma

Permanent Identifier