Title (deu): Einfluss von ausgewählten Hörmodellen auf räumlich-zeitliche Gangparameter bei Personen mit und ohne Verletzungsgeschichte der unteren Extremität

Author: Hochwallner, J. (Julia)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2014

Description (deu): HINTERGRUND: Auditive Inputs wurden bereits eingesetzt, um einen Bewegungsablauf zu erlernen oder zu optimieren. In wenigen Studien wurden auch schon Metronom-Schläge beziehungs-weise Musik eingesetzt, um zu testen, wie diese räumlich-zeitliche Gangparameter beeinflussen. Jedoch wurde bisher noch nicht erforscht, welche Eigenschaften auditive Inputs besitzen müssen, um das Gangbild, gemessen anhand räumlich-zeitlichen Parameter, zu optimieren. Demnach könnte der Einsatz von Hörmodellen besonders für Personen mit bestehenden Gangasymmetrien, eine potenzielle Behandlungsalternative darstellen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist herauszufinden, ob und wie sich auditive Inputs auf räumlich-zeitliche Gangparameter auswirken.

METHODIK: In der durchgeführten Studie wurden räumlich-zeitliche Gangparameter, an Personen mit Verletzungsgeschichte, der unteren Extremität und Personen ohne vorangegangene Verletzungen, in einem repeated-measures Design, gemessen und ausgewertet. Es wurden verschiedene Hörmodelle zeitgleich (während des Gehens) abgespielt, um deren Einfluss auf ausgewählte Gangparameter zu analysieren. Räumlich-zeitliche Gangparameter wurden unter folgenden fünf Bedingungen analysiert: (1) ohne Musik, (2) Metronom-Hörmodell, (3) Turnschuhschrittaufnahme-Hörmodell, (4) Stöckelschuhschrittaufnahme-Hörmodell, (5) Barfußschrittaufnahme-Hörmodell und statistisch mit dem Softwareprogramm IBM SPSS Statistics Version 0.22 ausgewertet.

ERGEBNISSE: Ein signifikanter Unterschied zeigte sich in Hinblick auf die Doppelstandphase zwischen Testgruppe (mV-UE) und der Kontrollgruppe (oV-UE). Die Ergebnisse der statistischen Auswertung bestätigen ebenfalls, dass ein zeitgleiches auditives Hörmodell einen signifikanten Effekt auf bestimmte räumliche und zeitliche Gangparameter, bei Personen mit und ohne Verletzungsgeschichte der unteren Extremität, hat. Demnach führte ein zeitgleich abgespieltes Hörmo-dell zu einer signifikanten Zunahme an Schritten und kürzeren Schrittzeiten pro Minute. Am effektivsten beeinflusste das Metronom-Hörmodell ausgewählte Gangparameter (Kadenz, Schrittzeit).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Resultate der vorliegenden Studie zeigen, dass es nur beim Gangparameter „Doppelstandphase“ signifikante Unterschiede zwischen der Testgruppe mV-UE und der Kontrollgruppe oV-UE gibt. Ebenfalls bestätigen die erhobenen Ergebnisse, wie auch schon in bevorstehender Literatur bewiesen wurde, dass wir Menschen dazu tendieren uns an einen auditiven Rhythmus automatisch anzupassen. Jedoch wurde der Gangparameter „Doppelstandphase“ nicht wie gewünscht signifikant beeinflusst, um eine Gangsymmetrie wieder herzustellen. Es bedarf daher noch genauerer wissenschaftlicher Recherche, um darüber weitere valide und aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.

Description (eng): BACKGROUND: Auditory modeling is a common method for motor learning or to optimize a motor skill. Only a few studies explored the effect of metronome cues or music on spatiotemporal gait parameters so far. Additionally, research did not investigate the characteristics of auditory cues that may be most effective for affecting gait and reducing asymmetries. Therefore, the aim of this Bachelor’s thesis is to figure out, whether and how auditory cues influence spatiotemporal gait parameters.

METHODS: This Bachelor’s thesis explored and analyzed spatiotemporal gait parameters on per-sons with and without previous injuries on the lower extremities in a repeated measures design. In addition to each walk selected auditory cues were played. The spatiotemporal gait parameters were analyzed with the software program IBM statistics version 0.22 under five conditions: (1) without auditory cue (2) metronome sound (3) sneaker-step sound (4) high-heel-step sound (5) barefoot-step sound.

RESULTS: The results have shown that there is only a difference in one gait parameter (double stance phase) between the test and control group. Furthermore the results acknowledge the second Bachelor’s thesis that there are significant differences between the five test conditions in specific spatiotemporal parameters. The statistical analysis showed that participants used more steps per minute with shorter step times when listening to the metronome auditory cueing condition.

CONCLUSIONS: All in all results demonstrate only in one spatiotemporal parameter a significant difference between the test group (oV-UE) and the control group (mV-UE). This finding may be ascribed to potential functional gait differences in normal gait because of laterality, also called limb preference. Secondly the presented study didn’t consider lower limb surgery and injuries in the control group (oV-UE). Moreover the achieved findings conform with outcomes of previous investi-gations and support the assumption that people tend to synchronize their movements to a rhythmic auditory sound (Hirasaki et al., 1999; Burger et al., 2012; Wittwer, Webster & Hill, 2012). These findings can be translated efficiently to physiotherapy with the use of auditory inputs, especially with a metronome sound, to modulate step frequency and consequently reach gait synchronization and gait symmetry. Further investigations and studies are necessary to get valid and significant results.

Object languages: German

Date: 2014

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Classification: Ganganalyse ; Musik ; Raum ; Zeit

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