Title (deu): Unmittelbare Auswirkungen simultanen Musikeinsatzes in unterschiedlichen Tempi auf räumliche und zeitliche Gangparameter von Parkinson-PatientInnen

Author: Heindl, B. (Bianca)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2014

Description (deu): Einleitung: Musik wird heutzutage zu medizinischen und therapeutischen Zwecken genutzt, da sie, laut aktueller Literatur, starken Einfluss auf das Bewegungsverhalten des Menschen hat. Vor allem bei Erkrankungen, die Bewegungsstörungen zur Folge haben - wie es bei Morbus Parkinson der Fall ist - wird Musik als therapeutisches Mittel verwendet, um unter anderem das Gehverhalten und somit die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die vorliegende Studie verfolgt deshalb das Ziel, herauszufinden, welche Auswirkungen das Hören von Musik mit verschiedenen Tempi auf räumliche und zeitliche Gangparameter von Parkinson-PatientInnen hat.

Methodik: In einer quasi-experimentellen Studie mit single-group repeated-measures design wurden neun Parkinson-PatientInnen einer Ganganalyse mittels Druckmessplatt-form unterzogen. Räumliche und zeitliche Gangparameter (Schrittfrequenz, Schrittlänge, Schrittweite, Gehgeschwindigkeit, Standphase, Schwungphase und Doppelstandphase) wurden unter vier Bedingungen analysiert: (1) ohne Musik, (2) mit an die Schrittfrequenz angepasster Musik, (3) mit langsamerer Musik in Relation zum Gangtempo, (4) mit schnellerer Musik in Relation zum Gangtempo. Das Tempo des Musikstückes (Hello again – Howard Carpendale) wurde mittels des Musikprogrammes Audacity verändert und angepasst; zur statistischen Auswertung wurde das Programm IBM SPSS Statistics Ver-sion 19 herangezogen.

Ergebnisse: Die statistische Auswertung der Messdaten mittels SPSS ergab bei keinem der sieben analysierten Gangparameter einen signifikanten Unterschied zwischen den vier Messbedingungen. Trotz der statistisch nicht signifikanten Ergebnisse konnten in der deskriptiven Statistik der Schrittfrequenz, der Schrittlänge und der Gehgeschwindigkeit Unterschiede zwischen den vier Durchläufen dargestellt werden.

Schlussfolgerung: Die gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass sich die Bewegungen des Körpers in geringem Umfang an einen Musikrhythmus anpassen können. Damit aber Parkinson-PatientInnen von einer eindeutigen Gangverbesserung profitieren können, muss auf die verschiedenen Gangtypen eingegangen werden. Um valide und aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, bedarf es demnach zusätzlicher Studien und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen.

Description (eng): Introduction: Nowadays music is used for medical and therapeutic purposes, as it, according to the current literature, has a strong influence on the movement behavior of pe-ople. Especially in diseases, which result in movement disorders – such as Parkinson’s disease - music is used as a therapeutic measure in order to improve the walking behavi-or and thus the quality of life of those who are affected. Therefore, the aim of this study is to investigate the effects of listening to music with different tempos on spatial and temporal gait parameters of patients with Parkinson’s disease.

Methods: In a quasi-experimental study with single-group repeated-measures design the gait parameters of nine patients with Parkinson’s disease were recorded using a force plate. Gait was analyzed under four conditions: (1) no music, (2) with music adapted to the cadence, (3) with slower music in relation to gait velocity, (4) with faster music in rela-tion to gait velocity. The tempo of the tune (Hello again - Howard Carpendale) was modified and adjusted using the music program Audacity; statistical analysis were conducted IBM SPSS Statistics Version 19 program.

Results: The evaluation of the measured data has shown no significant difference between the four conditions in the seven analyzed gait parameters. Although there are no statistically significant results, differences within the variables step frequency, stride length and gait velocity could be described using descriptive statistics.

Conclusion: The results indicate that people synchronize their body movements to a small extent to a music rhythm. To improve the gait of patients with Parkinson’s disease, it is necessary to specifically focus on the different walking types. In order to get more valid and meaningful results, additional research is needed to further explore the basic mechanism of how music affects our walking behavior.

Object languages: German

Date: 2014

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Classification: Musik ; Wirkung ; Parkinson-Krankheit

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