Title (deu): Swing & Shake : Verbessert ein spezielles Aufwärmen mit dynamischen Dehnen und sensomotorischen Übungen die Leistung bei Drop Jump?

Author: Eath, K. (Kacheata)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2014

Description (deu): Einleitung: Das Aufwärmen ist aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Die Herstellung eines optimalen Vorbereitungszustandes sowie der Verletzungsprophylaxe dienenden Handlung kann durch keine andere Maßnahme ersetzt werden. Das kurzzeitige dynamische Dehnen wird als Teil einer Vorbereitung zum Sport eingesetzt und gilt als ein fixer Bestandteil des Rituals vor dem Training oder dem Wettkampf. Als weitere Maßnahme um das Verletzungsrisiko zu minimieren und die physische Leistung zu verbessern können sensomotorische Übungen in das Aufwärmprotokoll eingefügt werden. Durch wissenschaftliche Studien wurde der Einsatz des sensomotorischen Trainings in vielen Therapie- und Sportbereichen etabliert. Jedoch ist die Evidenz eines solchen Trainings als akute Maßnahme noch nicht belegt.

Fragestellung: Aus den bisherigen Erkenntnissen resultiert daher die Fragestellung, ob ein spezielles aktives Aufwärmen akut zu einer Verbesserung der Reaktivkraftfähigkeit bei Erwachsenen im Alter von 18–30 Jahren führt.

Methodik: Bei 15 männlichen Probanden im Alter von 18-21 Jahren wurden die Sprungleistungen bei einem Drop Jump ermittelt. Alle Probanden wurden der Versuchsgruppe zugeteilt. Als Testvariablen wurden die Sprunghöhe, die Bodenkontaktzeit und der Reaktivkraftquotient definiert. Am ersten Tag wurde das allgemeine Aufwärmen inklusive der Messung durchgeführt. Zwei Tage später erfolgte nach einem speziellen Aufwärmprotokoll die zweite Messung. Die Studie war ein Quasi-Experiment mit einem Pretest-Posttest-Design. Die Daten wurden mit dem T-Test und Wilcoxon-Test ausgewertet.

Ergebnisse: Die statistische Auswertung der Daten ergab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Leistungen nach dem allgemeinen Aufwärmen und dem speziellen Aufwärmen in den Testvariablen Sprunghöhe (p=0,405) und Reaktivkraftquotient (p=0,069). Die Auswertung der Bodenkontaktzeit zeigt eine signifikante Verbesserung (p=0,006).

Schlussfolgerung: Die minimal verschlechterten Sprunghöhen-Ergebnisse und die verbesserten Bodenkontaktzeiten lassen die Fragestellung nicht eindeutig klären. Demzufolge sollten die Rahmenbedingungen modifiziert werden, um eine aussagekräftige Antwort zu erzielen. Das Entwicklungspotenzial des sensomotorischen Trainings sollte daher weiterhin für die Trainingstherapie vor allem im Präventionsbereich untersucht werden.

Description (eng): Introduction: Warming up is an indispensable part of sport. This action of best possible preparation and injury prevention cannot be replaced by any other measure. The short-term dynamic stretching is used as part of the preparation process for sport and is considered as an integral part of the ritual before training or competitions. As a further measure to minimize the risk of injury and to improve physical performance, sensorimotor exercises can be incorporated into the warm-up protocol. The use of sensorimotor training has been established in many therapeutic areas and sports through scientific studies. However, the evidence of such training has not yet been proven as an acute measure.

Objectives: These findings lead to the question of whether a particular active warm up protocol acutely leads to an improvement of the reactive power capability in adults aged 18-30 years.

Methods: In 15 male volunteers aged 18-21 years the jump performance was determined in a drop jump. All subjects were allocated in the experimental group. Jump height, ground contact time and the reactive power ratio were defined as variables for the test. On the first day the general warm-up was performed including the measurement. Two days later the second measurement for a specific warm-up protocol took place. The study was a Quasi-Experiment with a pretest-posttest design. The data was analyzed by using the t-test and the Wilcoxon test.

Results: The statistical analysis of the data showed no significant difference between a general warm-up and the specific warm-up in the test variable jump height (p=0.405) and reactive power quotient (p=0.069). The evaluation of the ground contact period showed a significant improvement (p=0.006).

Conclusion: The results of minimally deteriorated jump height and the improved time of ground contact did not clarify the issue unambiguously. Accordingly the framework should be modified in order to achieve a significant answer. Therefore the development potential of sensorimotor training should be further investigated for training therapy, especially in the area of prevention.

Object languages: German

Date: 2014

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Classification: Aufwärmen ; Plyometrisches Training ; Sprung

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