Title (deu): Potenzial interdisziplinärer Zusammenarbeit von PhysiotherapeutInnen mit DiätologInnen

Author: Kram, T. (Theresa)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2016

Description (deu): Einleitung: In der heutigen Gesellschaft wird der Gesundheit immer wieder höchster Stellenwert zugeschrieben. Faktoren wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung und sämtliche andere ungesunde Lebensweisen spielen jedoch oft eine Rolle bei der Entstehung von zahlreichen Erkrankungen. Solche Erkrankungen können von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen reichen. Die Prävention steht hierbei an erster Stelle. Um diesen Krankheiten entgegenzuwirken, bedarf es außerdem mehrerer Professionen: Unter anderem der Physiotherapie und der Diätologie. Bewegung und Ernährung ergänzen sich gegenseitig. Es besteht eine dauernde Wechselwirkung zwischen Energieaufnahme und -verbrauch. Eine bessere Vernetzung und Abstimmung von physiotherapeutischer und diätologischer Behandlung kann somit zu besseren Therapieresultaten führen und ist für ein modernes Gesundheitsmanagement unerlässlich. Diese wissenschaftliche Arbeit umfasst etwaige Vorteile einer vermehrten Abstimmung diätologischer und physiotherapeutischer Maßnahmen – im Sinne einer optimierten Patientenbetreuung – und analysierte mögliche Einsatzbereiche und Herangehensweisen.

Methoden: Es wurde eigens für diese Arbeit ein Fragebogen erstellt. Der Fragebogen wurde an Diätologinnen und Diätologen ausgesandt, welche den Bachelorstudiengang Diätologie beziehungsweise den Bachelor-Lehrgang Angewandte Ernährungstherapie an der Fachhochschule Sankt Pölten erfolgreich absolvierten und bereits im Berufsfeld stehen. Zur Auswertung der Daten eignete sich eine deskriptive Statistik. Die Ergebnisse wurden erst sortiert, kategorisiert und analysiert sowie anschließend via Tabellen und Diagrammen veranschaulicht.

Ergebnisse: Die Ergebnisse rechtfertigen die Annahme, dass in zahlreichen Bereichen ein Bedarf an interdisziplinärer Zusammenarbeit von Diätologinnen und Diätologen mit Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten vorhanden ist. Besonders hervorzuheben ist das Bedürfnis nach Kooperation in den Bereichen Öffentlichkeit, Ausbildung und Beruf. Einsatzbereiche wie etwa Krankenhäuser, Rehabilitations- und Kurzentren werden von den Probandinnen als besonders wichtig erachtet. Den Resultaten entsprechend können vor allem geriatrische Patientinnen und Patienten einen großen Nutzen aus interdisziplinärer Zusammenarbeit ziehen. Um die Idee einer besseren Zusammenarbeit zu verwirklichen, wünschen sich die Diätologinnen eine Mobilisierung insbesondere von Verbänden, Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Krankenkassen sowie von Ausbildungsstätten.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse müssen aufgrund einiger Limitationen, wie der geringe Anzahl der Studienteilnehmerinnen, des Messinstruments und anderer Faktoren kritisch betrachtet werden. Das Fazit der Befragung spiegelt jedoch die Vermutungen, dass sich die Mehrheit eine bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit wünsche, wider. Um diese Fragestellung eindeutig beantworten zu können, bedarf es dennoch weiterer empirischer Forschung.

Schlüsselwörter: Lebensstil, Prävention, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Fragebogen

Description (eng): The potential of interdisciplinary cooperation of physiotherapists and dieticians

Introduction: In today's society health is repeatedly given a great measure of importance. But often factors such as lack of exercise, poor diet and all other unhealthy lifestyles play a role in the pathogenesis of many diseases. Such illness can range from metabolic diseases such as diabetes and even heart-circulatory failure. Prevention is the most important step. To counteract these diseases several professions are needed, including physiotherapy and dietetics. Exercise and diet are complementary. There is permanent interaction between energy intake and consumption. Better networking and coordination of physiotherapy and dietetic treatment can therefore lead to better therapeutic outcomes and is essential for a modern health management. This thesis is concerned with the advantages of a better coordination of dietetic and physiotherapeutic measures, in terms of extended patient care, and analyses potential areas of application and approaches.

Methods: A questionnaire was created specifically for this survey. The questionnaire was sent out to dieticians, who successfully completed the bachelor degree courses Dietetics or Applied Nutrition Therapy at the University of Applied Sciences Sankt Pölten and who are already working in this profession. To analyse the data, descriptive statistics was used. The results were sorted, categorised and analysed and then illustrated via tables and charts.

Results: The results show that there is a need for interdisciplinary cooperation of dieti-cians and physiotherapists in many areas. The need for better cooperation is particularly evident in the public field and the fields of education and profession. Institutions of application such as hospitals, rehabilitation- and heath-centres are considered to be particularly important. According to the results especially geriatric patients can benefit greatly from interdisciplinary collaboration. To realise the idea of a better cooperation, dieticians require a mobilisation particularly of associations, employers, health insurance companies and education centres.

Conclusion: Due to some limitations such as the small number of study participants, the measuring instrument or other factors the results must be viewed critically. However, the conclusion of the survey reflects the assumptions that the majority desires a better inter-disciplinary collaboration. In order to fully explore this question, further empirical research is necessary.

Keywords: lifestyle, prevention, interdisciplinary collaboration, questionnaire

Object languages: German

Date: 2016

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Classification: Kooperation ; Interdisziplinarität ; Bewegung ; Ernährung

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