Title (deu): Instabiles Sprunggelenk?

Author: Schinnerer, M. (Monika)

Description (deu): Bachelorarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Physiotherapie, 2016

Description (deu): Einleitung: Ligamentäre Verletzungen des Sprunggelenks gehören zu den häufigsten Verletzungsformen im Sport und spielen somit in der physiotherapeutischen Behandlung eine bedeutende Rolle. Die Effekte des Tapings werden in der vorhandenen Literatur kontrovers diskutiert. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich daher mit dem chronisch instabilen Sprunggelenk und den unterschiedlichen Möglichkeiten der Tape-Versorgung mit verschiedenen Tape-Materialien. Es werden die Unterschiede zwischen unelastischem Tape, elastischem Tape und Placebotape auf die funktionelle Leistungsfähigkeit sowie das subjektive Sicherheitsgefühl der ProbandInnen untersucht. Die Hypothese der Studie ist, dass die Anlage eines elastischen oder unelastischen Tapes im Vergleich zum Placebotape bes-sere Ergebnisse erzielt.
Methoden: In der randomisiert kontrollierten Studie wurden gesamt 18 ProbandInnen gemessen, welche vor der Testdurchführung in die drei Gruppen unelastisches, elastisches und Placebotape randomisiert zugeteilt wurden. Bei der Messung wurde nach der jeweiligen Tape-Anlage der Star Excursion Balance Test (SEBT) sowie der Figure of Eight-Hop-Test (FOEHT) von den ProbandInnen absolviert. Nach der Testdurchführung schätzten die ProbandInnen das subjektive Sicherheitsgefühl mit der jeweiligen Tape-Anlage auf einer Skala von eins (=sehr sicher) bis fünf (=sehr unsicher) ein. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS, wobei eine statistische Signifikanz ab einem p-Wert von 0,05 gewertet wurde.

Ergebnisse: Es konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei verschiedenen Tape-Gruppen beim SEBT sowie beim FOEHT festgestellt werden. Auch bezüglich des Sicherheitsgefühls waren keine signifikanten Unterschiede zu erkennen. Beim Vergleich der Mittelwerte kann folgende Aussage getroffen werden: beim SEBT erzielte das elastische Tape und das Placebotape bei den klinisch relevanten Richtungen (Anterior-Medial, Medial und Posterior-Medial) die besten Weiten. Beim FOEHT war das elastische Tape knapp vor dem unelastischen Tape, beim subjektiven Sicherheitsgefühl konnte das unelastische Tape die besten Ergebnisse erzielen.

Schlussfolgerung: Um ein möglichst gutes Outcome zu garantieren, sollte die Anlage eines Tapes immer an die Bedürfnisse der PatientInnen und SportlerInnen angepasst wer-den. Einerseits ist es mit Sicherheit eine hilfreiche Zusatzmaßnahme bei PatientInnen mit chronischer Instabilität im Sprunggelenk, andererseits bedarf es aber noch weiterer Studien, um genauere Empfehlungen abgeben zu können.

Description (eng): Ankle Instablity? Different Types of Taping in Comparison

Introduction: Ligamentous injuries of the ankle are one of the most common injuries and so the chronical ankle instability plays a significant role in the physiotherapeutic treatment. The effect of taping is highly controversial in specialized literature. Therefore, this bachelor study investigates the chronical ankle instability and the various possibilities of taping with different tape materials. There are examined differences between non-elastic tape, elastic tape and placebo tape at the functional performance as well as the patients` stability and confidence. The hypothesis of this study assumed that elastic or non-elastic tape in com-parison to the placebo tape improve the functional performance.

Methods: In this randomized controlled study 18 participants were included and randomized prior to performing the tests into three groups, namely non-elastic tape, elastic tape and placebo tape. After taping they completed two tests, the Star Excursion Balance Test (SEBT) and the Figure of Eight-Hop-Test (FOEHT). After testing they estimated their sub-jective feeling on stability with the tape on a scale from one (=very certain) to five (=very uncertain). Statistical analysis was performed using SPSS, a statistical significance was accepted with p ≤ 0,05.

Results: There were no significant differences between the three different groups at SEBT and FOEHT. Also the participants` stability and confidence show no significant differences. When comparing the mean values the following statement can be made: at SEBT the elastic tape and the placebo tape at the clinically relevant directions (anterior-medial, medial and posterior-medial) achieve the best widths. At FOEHT the elastic tape was just before the non-elastic tape, in participants` stability and confidence the non-elastic tape could achieve the best results.

Conclusion: The system and material of taping should always be adapted to the needs and requirements of the patients and athletes to guarantee the best outcome. On the one hand, it is certainly a useful additional treatment for patients with chronic instability of the ankle, otherwise it still requires further investigation.

Object languages: German

Date: 2016

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Classification: Tapeverband ; Sprunggelenk ; Verletzung

Permanent Identifier