Title (deu): Personalisierung von Webinhalten, Online-Filterblasen und deren Darstellung in den Printmedien

Author: Reisinger, B. (Belinda)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Media Management, 2017

Description (deu): Die folgende Arbeit setzt sich mit der Personalisierung von Web-Inhalten und der damit verbundene Theorie der Filterblase (auch Filter Bubble oder Informationsblase) auseinan-der. Studien belegen, dass das Internet für viele Menschen mittlerweile eine primäre In-formationsquelle ist. Ging man bisher davon aus, dass allein die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, für Meinungs- und Informations-vielfalt im Web sorgen, so muss diese Annahme vor dem Hintergrund der herausragenden Stellung von Konzernen wie Google und Facebook kritisch hinterfragt werden. Aufgrund von dieser Thematik beleuchtet die vorliegende Arbeit die Grundlagen der (wachsenden) Personalisierung im Internet und beschreibt, wie es zu Online-Filterblasen kommen kann. Basierend auf den psychologischen und verhaltensökonomischen Theorien der kognitiven Dissonanzreduktion, der selektiven Informationssuche und des Confirmation Bias wird der Unterschied zwischen persönlichen Offline-Filtern und Online-Filterblasen erklärt. Die Informationsmöglichkeiten, die das Internet bietet, sind nur dann eine Bereicherung für die Gesellschaft, wenn ein Bewusstsein über die Personalisierung von Inhalten herrscht und verantwortungsbewusst mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnolo-gien umgegangen wird. Vor diesem Hintergrund ist Aufklärung und Information wichtig. Daher wird mit einer quantitativen Inhaltsanalyse nach Früh untersucht, wie die reichweitenstärksten österreichischen Printmedien über Personalisierung im Web und On-line-Filterblasen berichten, während anhand des Framing-Ansatzes gezeigt wird, wie Me-dienberichterstattung einen Einfluss auf die Einstellung der RezipientInnen ausüben kann. Insgesamt konnten für den Zeitraum 1. Mai 2011 bis 23. April 2017 nur 147 Artikel analy-siert werden, was zeigt, dass die Berichterstattung zu diesem Thema (noch) relativ gering ist. Die Mehrheit der Artikel berichtete eher skeptisch/negativ und ereignisbezogen. Dem-nach war die Hintergrundberichterstattung durchwegs gering, auch auf den Unterschied zwischen Online- und Offline-Filterblasen wurde kaum eingegangen. Tipps, wie man sich selbst davor schützen kann, in der eigenen Online-Filterblase gefangen zu werden, wurden nur in rund einem Viertel der Artikel gegeben. Besonders wichtig wird in Zukunft die Fra-ge zu klären sein, auf welchem Wege die Sensibilisierung für das Thema der Personalisie-rung und Filterblasen am besten erfolgen soll.

Description (eng): The following thesis deals with the personalization of Web content and the theory of the filter bubble. Studies have shown that for many people the Internet has become a primary source of information. While the prevailing opinion used to be that solely the diverse communication opportunities offered by the Internet enable diversity of opinion and information on the Web, this assumption must be questioned nowadays, as the power of companies like Google and Facebook continues to increase. For this reason, this thesis describes the basis of the (growing) personalization and how it can lead to online Filter Bubbles. Based on the psychological and behavioral economics theories of cognitive dissonance reduction, selective exposure and the confirmation bias the difference between personal offline filters and online Filter Bubbles is examined. The diversity of opinions that the Internet offers can only be an enrichment to society, if people are aware of the personalization of content and if the new information and commu-nication technologies are used in a responsible manner. Therefore, education and infor-mation is important. In this thesis a quantitative content analysis according to Früh is used to examine the question how the Austrian print media with the widest range are reporting on Web personalization and online Filter Bubbles. The framing approach outlines the influence that media coverage can have on the mindset of the recipients. Altogether, between the 1st of May 2011 and the 23th of April 2017 only 147 articles could be analyzed, indicating that the reporting on this topic is (still) relatively low. The majority of the articles reported in a rather skeptical/negative way and in context of a particular event. Therefore also background reporting was low and the differences between online and offline Filter Bubbles were hardly addressed. Hints on how to protect yourself from being trapped in an online Filter Bubble were given only in about one quarter of the articles. In the future it will be particularly important to clarify how to raise awareness for the indisputably very important topic of personalization and filter bubbles.

Object languages: German

Date: 2017

Rights: © All rights reserved

Classification: Internet ; Informationsauswahl

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