Title (deu): PR & Journalismus

Author: Hadwiger, M. (Mathias)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Media- & Kommunikationsberatung, 2017

Description (deu): Das Verhältnis zwischen Journalismus und PR wird als ein komplexes Beziehungsgeflecht beschrieben, in dem es aufgrund unterschiedlicher Interessen unumgänglich zu Spannungen in der Zusammenarbeit kommt. Einerseits erfüllt der Journalismus mit der Selektion von Themen bzw. dessen Aufbereitung und Veröffentlichung eine wichtige gesellschaftliche Funktion und öffentliche Aufgabe. Demgegenüber versteht sich jedoch die Public Relations als eine Auftragskommunikation für partikulare Interessen, die versucht, zum eigenen Vorteil durchsetzungsfähige Themen her- und bereitzustellen. Begünstigt durch massive Transformationsprozesse in der Medienbranche, hat sich zahlreichen AutorInnen zufolge das Macht- und Kräfteverhältnis zwischen den beiden Disziplinen vermehrt zum Vorteil der PR entwickelt. Während die PR dementsprechend immer unabhängiger vom Journalismus wird, gerät der Journalismus in eine zunehmende Abhängigkeit von der Public Relations. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das vieldiskutierte und nicht immer ganz einfache Verhältnis aus dem Blickwinkel österreichischer Journalistinnen und PR-PraktikerInnen zu ergründen. Diesbezüglich wurde insbesondere die Frage behandelt, wie die beiden Berufsgruppen jeweils sich selbst bzw. ihr Gegenüber in diesem komplizierten Verhältnis wahrnehmen und einschätzen. Um diesem Forschungsinteresse nachzukommen, wurde dazu die empirische quantitative Onlinebefragung eingesetzt. In beiden Berufsgruppen wurden hierzu jeweils mehr als einhundert berufstätige Personen befragt. Eine nachfolgende Analyse und Auswertung der gewonnenen Datensätze erfolgte unter dem Einsatz des Statistikprogramms SPSS. Die Auswertungsergebnisse offenbaren, dass sowohl im Journalismus als auch in der Public Relations teilweise eklatante Unstimmigkeiten in der Selbst- und Fremdbildwahrnehmung vorliegen. Die abgegebenen Beurteilungen der beiden Berufsgruppen zeigen ferner auf, dass sowohl JournalistInnen als auch PR-Tätige die vielthematisierten Veränderungen im gegenseitigen Macht- und Kräfteverhältnis als existent anerkennen.

Description (eng): The relationship between journalism and PR is often described as a very difficult and complex process. Due to multiple aims and interests, both groups have unavoidable issues which automatically arise when they work in pair. Journalism fulfills an important social function as well as a public mission, by selecting and presenting relevant topics to the general public. Mainly journalism is therefore focusing on the public interests. In contrast to that, PR primarily focuses on the influence of the public in the pure business interest of their individual clients. Favored by massive transformation processes in the media sector, numerous authors describe a shift in the balance of power between those two occupational groups in advantage of the PR practitioners. According to the authors, over the past few years, PR has become much more independent of journalism. Simultaneously, the authors describe a situation in which the journalism faces a growing dependency on PR. The aim of this thesis is to reveal the status quo of this laborious relationship from the perspective of Austrian professionals: the journalists and PR-practitioners in Austria. The main focus of this study is to examine how these two groups perceive and assess themselves as well as their counterpart in this complicated relationship. In order to meet this research’s interest, an empirical quantitative online survey was used. In each occupational category more than one hundred people patricipated in the survey. A subsequent analysis and evaluation of the obtained data were later carried out by using the a statistical program named SPSS. The results of the evaluation revealed a massive disagreement and strong distinctions in the mutual perceptions of journalism as well as those of public relations. The obtained data of two professional groups also showed that both, journalists and PR-practitioners, recognize the much-discussed power-shift in this relationship as existent.

Object languages: German

Date: 2017

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Classification: Öffentlichkeitsarbeit ; Journalismus ; Hierarchie ; Wahrnehmung

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