Title (deu): Willingness to Pay for News

Author: Essbüchl-Steiner, T. (Therese)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Media Management, 2017

Description (deu): Die Frage nach der Zahlungsbereitschaft für Nachrichten, vor allem für Online-Nachrichten, ist wichtiger denn je. Zeitungsverlage kämpfen damit, genügend Umsatz durch Werbung und durch den Verkauf gedruckter Zeitungen zu generieren. Sie stehen zunehmend unter Druck, den Nachrichtennutzer bzw. die Nachrichtennutzerin zu überzeu-gen, für den Zugang zu digitalen Nachrichten zu bezahlen. Auch in Österreich setzen Ta-geszeitungen vermehrt auf die Implementierung von Paywalls, sogenannten Bezahlschran-ken für ihre redaktionellen Informationen im Internet. Der bislang empirisch erhobene Widerstand der UserInnen gegenüber digitalen Abonne-ments wird zum Anlass genommen, um eine gängige kommunikationswissenschaftliche Theorie, den Third-Person-Effekt (TPE), im Bereich der Medienökonomie zu testen. Der Third-Person-Effekt besagt, dass Menschen andere Personen für medial beeinflussbarer halten als sich selbst. Im Rahmen einer Online-Befragung mit einer Stichprobe von 99 Studierenden fand die Überprüfung des von Davison (1983) entdeckten Ansatzes in Zu-sammenhang mit der Zahlungsbereitschaft für Nachrichten statt. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende eher bereit sind, für Print-Nachrichten als für Online-Nachrichten zu be-zahlen. Darüber hinaus schätzen die befragten Studierenden die Zahlungsbereitschaft für Online-Nachrichten anderer Personen größer ein als ihre eigene. Weiters wurde herausge-funden, dass bestimmte Faktoren, wie das Alter und das Interesse an Nachrichten, Auswir-kungen auf die Dritt-Personen-Wahrnehmung haben. Diese Forschungsarbeit bringt neue Erkenntnisse in Bezug auf die Zahlungsbereitschaft für Nachrichten über die Vertriebswege Print, Web und App und bestärkt die Robustheit des Third-Person-Effekts. Einige Phänomene lassen sich anhand der Prospect Theory, dem wesentlichsten Bestandteil der Verhaltensökonomie, erklären. Es handelt sich dabei jedoch um eine nicht repräsentative Studie für Österreich. Diese Untersuchung bildet ein Schlag-licht ab und kann als Pretest für weitere Forschungen verwendet werden.

Description (eng): The issues surrounding the willingness to pay for news, especially for online news, are more important than ever before. Newspaper publishers are struggling to generate sufficient revenue through advertising and the sale of printed newspapers. They are coming under even greater pressure to convince users to pay for access to digital news. In Austria, daily newspapers are increasingly implementing paywalls for editorial information on the Internet. The empirically tested and asserted general resistance of news consumers to digital subscriptions provides an opportunity to test an established communication theory, the third-person effect (TPE), in the area of media economics. The TPE was discovered by Davison in 1983 and states that individuals tend to think other people are more likely to be negatively influenced by mass media than they are. It was examined in the context of the willingness to pay for news by means of an online survey with a sample of 99 students. The findings show that students are more willing to pay for news in traditional (print) than in digital formats (web and app). In addition, the respondents perceive others as having a higher intent to pay for online news than they themselves. Factors such as age and news interest have an impact on third-person perceptions. The results provide insights into the willingness to pay for multiplatform news products and strengthen the robustness of the third-person effect. Some phenomena can be explained by the prospect theory, the most important component of behavioral economics. The present exploratory study examined the self-other discrepancy in intent to pay for online news and can be used as a pre-test for further research.

Object languages: German

Date: 2017

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Classification: Zahlungsbereitschaft ; Dritte-Person-Effekt ; Elektronische Zeitung ; Medienökonomie ; Verhaltensökonomie

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