Title (deu): Informationsflut mit Negativnachrichten:

Author: Ebenhöh, E. (Elke)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Media Management, 2017

Description (deu): Durch den Anbruch des digitalen Zeitalters haben sich die Kommunikationsmodi und das Mediennutzungsverhalten geändert. Hierzu gehören auch die Art und Weise der Informationsnutzung. Es liegen heute unwahrscheinlich viele Informationen vor: von professionell produzierten bis zu von NutzerInnen generierten. Neben der Vielfalt an Informationen und Quellen stellt die rasante Geschwindigkeit, mit der Inhalte produziert und verbreitet werden, eine weitere Besonderheit der technologischen Innovationen dar: Wurden Nachrichten vormals von Zeitung, Fernsehen und Radio verbreitet, so geschieht dies heutzutage zusätzlich mittels des Internets als nunmehr umfassendste Informationsquelle mit all seinen Anwendungen, allen voran die sozialen Medien. Ein neues Verständnis des Begriffs Information Overload ist entstanden. Um die schier unendlich scheinende Masse an Informationen bewältigen zu können, ist ein kompetenter Umgang damit notwendig. Nun wird der Berichterstattung, die die Gesellschaft in demokratischem Sinne informieren soll, jedoch ein hohes Maß an Negativität zugeschrieben, da großteils über negative Ereignisse berichtet wird. Hierdurch ergibt sich folgende Forschungsfrage: „Welche Auswirkungen hat die Verbreitung negativer Medienberichterstattung im Zeitalter der digitalen Informationsflut auf die Rezipierenden verschiedener Generationen?“ Um diese Frage zu beantworten, wurden zunächst die generationenspezifischen Unterschiede zwischen den Digital Natives und den Digital Immigrants im Hinblick auf das Mediennutzungsverhalten miteinander verglichen. Dann wurde die Problematik der Informationsflut anhand vorhergehender Studien und Theorien, bspw. des Limited Capacity Models, untersucht. Um das Phänomen der Negativität in der Berichterstattung zu erklären, wurde u. a. auf die Kultivierungshypothese, die Agenda-Setting-Forschung und die Nachrichtenwertforschung eingegangen. Mittels Online-Befragung mit experimentellem Charakter unter Anwendung des Within-Subject-Designs wurden anschließend die Unterschiede im Umgang mit der Informationsflut und im Speziellen mit der Negativität in der Berichterstattung in den beiden Untersuchungsgruppen eruiert. Als Ergebnis kam heraus, dass all jene, die soziale Medien als Hauptnachrichtenquelle nutzen, gefährdet sind, einseitig informiert zu werden. Dies betrifft vor allem die Digital Natives. Die Digital Immigrants rezipieren vermehrt auch klassische Medien, um sich zu informieren, wodurch sie öfter mit Berichten über negative Ereignisse konfrontiert werden.

Description (eng): The advent of the digital age has changed the way people communicate and use the media. This includes the manner in which information is used. In the current digital age, there are an extraordinary number of sources of information available: professionally produced content as well as user generated content. The great speed at which content is produced and distributed is a new feature of technological innovation, as well as the variety of information and its sources. The term information overload has acquired a new meaning in this context: Whereas newspapers, television and radio formerly contributed to this flood, the internet with all its applications, especially social media, constitutes the greatest source of information. A competent interaction is necessary in order to cope with the apparently endless mass of information. News coverage, which is necessary in a democracy to ensure that society is appropriately informed, is to a large extent negative. Reports are largely relating to negative events. This has resulted in the following research question: „What effect does the distribution of negative media coverage in the digital age of information overload have on the various generations of consumers?” To answer this question, the specific differences between the generations of digital natives and digital immigrants are discussed with regard to their respective use of and interaction with the media. The problems of information overload are then studied with the benefit of earlier studies and theories, such as the limited capacity model. To explain the phenomenon of negativity in news coverage, chapter 4 looks at, inter alia, the cultivation hypothesis, the agenda-setting theory and the news value theory. Finally, an online experiment using the within-subject design was conducted to explore the differences in the interaction with the information overload and in particular the negativity in news coverage between the two research groups. The research demonstrates that anyone who uses social media as their main source of news is in danger of receiving one-sided information. This mainly affects digital natives. Digital immigrants also access traditional media to keep abreast of the news, although they meet higher levels of negative events in the news.

Object languages: German

Date: 2017

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Classification: achrichtensendung ; Informationsüberlastung ; Negativität

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