Title (deu): Attraktivitätssteigerung weiblicher Gesichter im Bewegtbild

Author: Anderluh, N. (Nikolas)

Description (deu): Masterarbeit, Fachhochschule St. Pölten, Studiengang Digitale Medientechnologien, Masterklasse Postproduktion, 2017

Description (deu): Der Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die Umsetzung von Attraktivitätstheorien im Bewegtbild am Beispiel weiblicher Gesichter, mit dem Ziel, deren physische Attraktivität zu steigern. Die Arbeit behandelt die Theorien der Durchschnittshypothese, des Kindchenschemas, der Symmetrie und weitere einzelne Merkmale, wie z.B. Veränderungen der Hautoberfläche.
Zur Erstellung des Reizmaterials wurden zehn weibliche Gesichter aufgenommen, wobei auf die richtige Wahl des Objektivs und die Erstellung eines Beleuchtungskonzepts eingegangen wurde. Die Postproduktion erfolgte in NukeX. Es wurden drei verschiedene Methoden vorgestellt, die Hautoberfläche zu verändern. Schemaanpassungen und Größen- oder Positionsänderungen einzelner Merkmale wurden durch Warping umgesetzt. Für die Durchschnittshypothese wurde mittels Morphing ein Composite aus acht Gesichtern erstellt, welches als Schema diente. Wangenknochen konnten durch eine Kombination von Warping und einer Veränderung des Shading hervorgehoben werden. Durch eine online durchgeführte Befragung wurde quantitativ mittels geschlossener Fragen in Paarvergleichen erhoben, ob die angewendeten Methoden tatsächlich die Attraktivität der weiblichen Gesichter steigern konnten.
Ergebnis der Untersuchung ist, dass Schemata, welche das gesamte Gesicht betreffen, einen stärkeren Einfluss auf die Attraktivitätsbewertung von weiblichen Gesichtern im Bewegtbild haben, als die meisten Veränderungen einzelner Merkmale. Allen voran wurde das Kindchenschema am stärksten präferiert, aber auch das symmetrische Optimieren eines Gesichts oder eine Annäherung zum Durchschnittsgesicht steigerten eindeutig deren Attraktivität. Quantitative Veränderungen der Nasenbreite, des Augenabstandes und der Gesichtsbreite erzielten nur schwache, nicht signifikante Attraktivitätssteigerungen. Das Verschmälern der Augenbrauen machte ein Gesicht unattraktiver. Eindeutig steigern ließ sich die Attraktivität durch höhere, markantere Wangenknochen und eine stark geglättete Hautoberfläche. Es lässt sich somit feststellen, dass die Methoden zur Umsetzung der Attraktivitätstheorien mehrheitlich erfolgreich waren, und sie weitreichend auf zukünftige Forschungsarbeiten angewendet werden können.

Description (eng): The subject matter of this diploma thesis is the adaption of theories of attractiveness in moving images using the example of female faces, in order to increase their physical attractiveness. In particular, this thesis covers the theories of averageness, symmetry and the scheme of childlike characteristics, along with individual facial features, such as manipulations of the skin or the eye distance. Previous research almost always relied on static images for stimulation; hence this is the first time most of these theories are adapted in moving images.
When recording the ten female faces, choosing the right focal length and preparing a lighting concept is crucial. Postproduction was done in NukeX. Skin was manipulated in three different ways. Using a profile view, eight of the ten faces were morphed into a single composite face, which was then used as a scheme. Warping was used for adapting a face to a scheme or changing the size or position of individual facial features. Cheekbones were emphasized by altering their shading and warping them.
In order to evaluate if the utilized methods were able to increase the attractiveness of the female faces, an online survey was conducted. The videos were presented in paired comparisons.
The result of the survey is that schemes affected attractiveness ratings stronger than nearly all of the methods regarding individual facial features. Childlike characteristics were preferred the most, but also facial symmetry and averageness of facial features were judged as more attractive than the original faces. Narrowed eyebrows had a negative effect on attractiveness ratings. Quantitative alterations of the width of the nose, the face and the eye distance only caused a minor increase in attractiveness. Attractiveness was clearly improved by higher, more prominent cheekbones and a smoothed skin surface. It can thus be concluded that the majority of the methods for the adaption of the attractiveness theories have been successful, and can be applied to future research of facial attractiveness in moving images.

Object languages: German

Date: 2017

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Classification: Bewegtes Bild ; Attraktion, Psychologie ; Gesicht ; Frau

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