Title (deu): Klangfarben - Farbklänge

Author: Hutter, U. (Ulf)

Description (deu): St. Pölten, FH-Stg. Telekommikation und Medien, Dipl.-Arb., 2006

Description (deu): In dieser Arbeit sollen die Zusammenhänge der auditiven und visuellen Wahrnehmung, anhand verschiedener Beispiele aus Kunst und Wissenschaft, aufgezeigt werden. Die Voraussetzung für die Wahrnehmung beginnt bei der Licht- oder der Schallquelle, passiert das Auge oder das Ohr und wird schließlich vom Gehirn weiterverarbeitet. Die Forschung an dem hochkomplexen System, in Bezug auf die Sinnesverschmelzung, wird gegenwärtig von Richard E. Cytowic angeführt. Der Experte auf dem Gebiet der Synästhesie spricht von verloren gegangenen Wahrnehmungsmöglichkeiten, über die jeder von Natur aus verfügt. Er eröffnet die Möglichkeit, verkümmerte Wahrnehmung wieder zu beleben, neue Fähigkeiten zu erwerben und das Wesen der Genialität zu erforschen. Aristoteles sprach schon ca. 300 v. Chr. von einer gemeinsamen Wahrnehmung, wo verschiedene Sinne zusammen Eindrücke aufnehmen. So ging das weiter, und von Kircher, Newton, Castel über Goethe bis hin zu Sündermann forschten viele an den Farbe–Ton–Analogien und erstellten größtenteils theoretische, doch teilweise auch praktische Ansätze um dem Thema etwas näher zu kommen. So erwähnte Goethe einmal eine „höhere Formel“, worauf er auf verschiedene Zusammenhänge der Sinne hinwies. Um 1910 ist der herausragende Künstler Wassily Kandinsky zu nennen, der mit seinen unbewussten Eindrücken der „inneren Natur“ die Brücke von der Malerei zur Musik (von und mit Arnold Schönberg) schuf. Die Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts wurde von weiteren Künstlern und Technikern geprägt, die immer noch großen Einfluss auf die heutige Medienkunst haben. So gelang es in den 20er Jahren, die Filmund die Tonspur zusammen zu legen, woraus ein neues, „gemeinsames“ Medium entstand. In den 60er Jahren konnte Nam June Paik durch einen simplen Kurzschluss einen jahrhundertealten Traum der Synästhesie erfüllen, indem er einen Fernseher mit einem Audiosignal speiste und somit ein akustisches Ereignis visualisierte. Der heutige Stand der Technik erlaubt ein einfacheres Zusammenfügen der akustischen und visuellen Ereignisse und gibt somit den Künstlern eine größere Basis, um die audiovisuelle Verschmelzung zu erzeugen. Es ist jedoch nicht erwiesen, ob die gemeinsame Wahrnehmung unserer Sinne durch die starke Beanspruchung in der heutigen Zeit gefördert wird, oder doch eher durch die Reizüberflutung verkümmert.

Description (eng): In this thesis it will be shown, by several examples provided by both science and arts, how auditory and visual perceptions are intertwined.
The prerequisite of perception manates from a source of light or sound, passes the eye or the ear and is eventually processed by the brain. The research of this highly complex system in terms of the fusion of senses is currently lead by Richard E. Cytowic. The expert points out that we do not use all the possibilities of perception we naturally own. His research provides the potentiality of a revival of perception that was already thought to be lost, which would lead to an exploration of the character of brilliancy. Already 300 BC, Greek philosopher Aristotle talked about a common perception achievable by the simultaneous procession of impressions by our senses. Others continued with his work, and Kircher, Newton, Castel, later Goethe and Sündermann, did research in the field of color-sound analogies and came mainly to theoretical, but also practical results. Thusly, Goethe mentioned a “higher formula” and pointed out that there are several connections between the senses. About 1910, the outstanding artist Wassily Kandinsky built a bridge between painting and music (written by Arnold Schönberg) with his unconscious impressions of the “inner nature”. The beginning of the 20th century was mainly affected by other artists and technicians that still have a great influence on today’s arts of media. In the 1920s for example, a new medium has emerged by combining sound track and movie track. In the 1960s, Nam June Paik fulfilled a centuries old dream of synaesthesia by a simple shorting: He fed a TV set with an audio signal and visualized an acoustical event. The state-of-the-art allows combining acoustic and visual events simpler and provides artists a broader basis of producing audiovisual fusions. It is not proven yet though, whether the combined perception of our senses is either improving by nowadays wellknown stress, or gets weakened by stimulus satiation.

Object languages: German

Date: 2006

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Classification: Klang; VIsualisierung; Synästhesie

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