Title (deu): Mikrofonierung eines Streichorchesters

Author: Mairinger, P. (Petra)

Description (deu): St. Pölten, FH Telekommunikation und Medien Vertiefungsrichtung Medientechnik, Dipl.-Arb., 2004

Description (deu): Wie könnte man ein Streichorchester tontechnisch abnehmen und welche Kriterien gehören hier berücksichtigt? Mit diesem Thema beschäftigt sich diese Diplomarbeit – auf der einen Seite zum Zwecke der Reproduktion und auf der anderen als Steuerelement ür Multimediaveranstaltungen. Eine der entscheidensten Arbeitsschritte bei der Aufnahme klassischer Musik ist die Auswahl der Mikrofone und deren Platzierung, die sogenannte Mikrofontechnik. Welche Möglichkeiten sich im Bezug auf das Bruckner Orchester Linz ergeben, um ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen, wird in dieser Arbeit beschrieben. Die Aufnahmen sind dabei örtlich auf den Großen Saal des Brucknerhauses in Linz beschränkt. Das Gesamtklangbild soll ästhetisch befriedigen und der klanglichen und räumlichen Beschaffenheit des originalen Klangbilds möglichst entsprechen. So als ob der Zuhörer wahrhaftig im Konzertsaal säße. Dabei ist die Sitzposition des Zuhörers im Konzertsaal nicht unentscheidend, da mit dieser ebenso der Höreindruck entsprechend variiert. Natürlich ist dieser Eindruck subjektiv und hängt von der eigenen klanglichen Vorstellung bzw. der des Tonmeisters und Aufnahmeleiters ab. Nebenbei sollen für die Klangabbildung entscheidende Kriterien nicht vernachlässigt werden. Beispielsweise bietet der Saal andere Raumbedingungen als ein Studio, welche bei einer Aufnahme hörbar sind. Eine wichtige Rolle spielen auch die verschiedenen Eigenschaften und Abstrahlcharakteristiken der Orchesterinstrumente. Diese zu wissen unterstützt die Entscheidung der Mikrofonauswahl und -aufstellung. Anhand eines praktischen Beispiels wird die Mikrofonanordnung mit theoretischen Ansätzen verglichen und Änderungsvorschläge gegeben. Dafür werden zuvor verschiedene Mikrofontechniken im Bereich der Stereofonie und der Mehrkanalmikrofonie vorgestellt. Es kann gesagt werden, dass sich das im Beispiel eingesetzte Verfahren bereits jahrelang für Stereoaufnahmen im Brucknerhaus bewährt hat und die Vergleiche nur subjektiven Empfindungen und theoretischen Allüren standhalten können. Auf die abschließende Abmischung und den Schnitt wird nicht eingegangen, da der erste Schritt der Aufnahme im Vordergrund stehen soll. Weiters wird die Mikrofonierung der Instrumente für die „ARSBox“ betrachtet und ein Vergleich zur „herkömmlichen“ Orchestermikrofonierung dargestellt.
Die ARSBox ist eine virtual reality-fähige Multimedia Infrastruktur, die gestattet, mehrere Medieninhalte gleichzeitig einer großen Gruppe von Zuschauern zu präsentieren. Im Brucknerhaus Linz wird diese Darbietungsform - in etwas veränderter Art - realisiert. Der Unterschied zu den bis heute dargebrachten Visualisierungen besteht darin, dass diesmal live gespielte Opernmusik als Steuerinformation dient. Das Problem - das gewollte Bild in Echtzeit darzustellen - entsteht, da es für den Computer keine vordefinierten Anhaltspunkte gibt. Die Vorarbeiten, die von der tontechnischen Seite notwendig sind um dem Computer mit den nötigen Informationen zu versorgen, werden geschildert.

Description (eng): How could the sound of a symphonic-orchestra be captured and which criterion should be considered? This is the topic of this final thesis – on the one hand for reproduction and on the other to use it as a control element for multimedia events. One of the most decisive steps in a recording of classical music is the selection of the
microphone and its position – the so called microphone technique. Which possibilities are useable concerning the Bruckner Orchestra, to get a satisfying result, will be described in this thesis. Therefore the recordings are localy limited to the concert hall “Große Saal” of the Brucknerhaus in Linz (Upper Austria). The entire sound of the orchestra should be aesthetically satisfying and correspond to the original sound, as if the listener would sit in the concert hall himself. The seat of he listener is also crucial because the impression varies as well with it. Of course this impression is subjective and depends on the own sound perception as well as of the sound engineer and recording leader. Beside, a decisive criterion for the illustration of the sound should not be neglected. For instance the concert hall offers other conditions than a studio and the differences can be heard in the recording. Also varying features and characteristics of the instruments play an important role. To know these is important for the selection of the suitable microphone and position. A practical example is also given. It will be compared with theoretical set-ups and adjustments are suggested. To do this, different methods in the field of stereophony and multi-channel technique are introduced beforehand. It can be said that the methods of the example has already proven itself for stereo recordings in the Brucknerhaus. The comparisons can just withstand subjective perception and theoretical approaches. The mixing and the final cut will not be stated since the first step of the reception should stand in the foreground. Furthermore the microphone technique for the “ARSBox” will be described and compared with the conventional technique. The ARSBox is a virtual reality environment which allows to present several media contents together to a big audience. The difference to the performance so far is that now the visualisation is controlled by live music. The problem is to present the preferred pictures in real-time since there are no predefined clues as usual for the computer. Which work is necessary in advance from the sound engineering view is also presented.

Object languages: German

Date: 2004

Rights: © All rights reserved

Permanent Identifier