Titel (deu): Angst in den Medien - Politik, Macht, Manipulation

Autor: Winkler, S. (Sabine C.)

Beschreibung (deu): St. Pölten, FH-Stg. Medienmanagement, Dipl.-Arb., 2005

Beschreibung (deu): Diese vor Ihnen und hinter mir liegende Arbeit verfolgt das Ziel herauszufinden, ob in Österreich Angst als politisches Mittel zur Beeinflussung des Willens- und Meinungsbildungsprozesses eingesetzt wird. Anhand einer konkreten Frage aus der politischen Vergangenheit soll eine Antwort gefunden werden. Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union hat im Jahr 2004 die emotionalen, medialen und politischen Wellen höher schlagen lassen. Da die endgültige Entscheidung in dieser Sache erst nach 2014 zu erwarten ist, behandelt diese Arbeit nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft. Durch Interviews mit führenden Vertretern der Österreichischen Parteien, Medien und Organisationen und die Analyse von Zeitungsberichterstattung konnte zu einem mehr oder weniger eindeutigen Ergebnis gelangt werden.
Um Angst einsetzen zu können, muss ine gewisse Grundstimmung im Volk vorhanden sein. Vor allem in Österreich und Deutschland muss aufgrund mehrerer Studien und Umfragen von einer solchen negativen Grundstimmung gegenüber einem Türkeibeitritt ausgegangen werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der politischen und medialen Kommunikation ist die Erzeugung von Emotionen. Die Themen Einwanderung, Islam, Kriminalität, Fundamentalismus und Terrorismus wurden in der Debatte von beiden Seiten eingesetzt. Hierbei handelt es sich um stark emotional besetze Themengebiete. Durch all diese Interviews, Inhaltsanalysen und Recherchen kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass Angst als Mittel der Manipulation in der österreichischen Politik eingesetzt wird. Viele meiner Interviewpartner stritten diese Tatsache nicht ab. Die Türkeifrage erwies sich im Laufe der Arbeit als einmaliges Forschungsobjekt. Ein politisches Thema, das für viele Menschen beider Seiten hochemotional war und immer noch ist. Zuletzt ist es mir wichtig zu betonen, dass diese Arbeit sich bemüht, einen ausgewogenen und objektiven Blick auf alle Richtungen zu werfen - keiner Einstellung, Partei oder Meinung mehr oder weniger Platz einzuräumen.

Beschreibung (eng): The object of this thesis is to find out whether fear is employed in Austria as a political means of influencing the formation of opinions in the public. I am aiming to answer this question by concentrating on a concrete, political issue from the recent past: the question of the accession of Turkey to the European Union in 2004 caused upheaval in politics and the media and had a considerable emotional impact on the public. Since the final decision of the matter is not to be expected until after 2014, this thesis touches upon the past as well as the future. Interviews with leading representatives of the Austrian political parties, the media and various organisations, together with continuous analysis of newspaper coverage, have yielded a sufficiently clear result. For the effective employment of fear as strategy there has to be a certain receptive atmosphere among the public: studies and surveys have suggested that such an atmosphere of negativity exists concerning the accession of Turkey, particularly in Austria and Germany. A crucial aspect of communication in politics and the media is the generation of emotion in the people; the topics of immigration, Islam, crime, fundamentalism and terrorism, emotionally charged issues in themselves, have been brought into the debate by both sides. Through these interviews, analyses and extensive research I have reached the
conclusion that fear is being used as a means of political manipulation in Austria. Many of the people I interviewed did not deny this. The issue of Turkey’s accession to the EU and its representation proved to be a singularly interesting research topic – a political question that has been, and still is, emotionally charged for both sides. Finally, I want to emphasise that this thesis aims to take a balanced and objective view of all aspects of the issue at hand and does not favour any position, political party, or opinion.

Sprache des Objekts: Deutsch

Datum: 2005

Rechte: © Alle Rechte vorbehalten

Klassifikation: Österreich; Massenmedien; Politische Meinungsbildung

Permanent Identifier